Fenstertausch (2-/3-fach Verglasung) – A handyman works with a drill installing window hinges indoors.
Ratgeber

Fenstertausch in Stuttgart: 2- und 3-fach Verglasung – Kosten, Ablauf & Tipps 2026

8.000 € – 30.000 €
Typische Gesamtkosten
2 Wochen
Typische Projektdauer
3 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Kosten beim Fenstertausch in Stuttgart

Ein vollständiger Fenstertausch in einem Stuttgarter Einfamilienhaus kostet je nach Umfang, Fenstergröße und Verglasung zwischen 8.000 und 30.000 Euro. Das Preisniveau in Stuttgart liegt dabei rund 10–15 % über dem Bundesdurchschnitt – bedingt durch hohe Lohnkosten, knappe Handwerkerkapazitäten und die anspruchsvolle Topografie der Stadt.

Die größten Kostentreiber sind die Fensterqualität (2-fach vs. 3-fach Verglasung), das Rahmenmaterial (Kunststoff, Holz, Holz-Alu oder Aluminium), die Anzahl der Fenstereinheiten sowie eventuelle Anpassungsarbeiten an Laibungen, Fensterbänken und Anschlüssen.

LeistungKosten (ca.)Hinweis
Fenster 2-fach Verglasung (Kunststoff, je Einheit)400–800 €Uw-Wert ca. 1,1 W/m²K
Fenster 3-fach Verglasung (Kunststoff, je Einheit)600–1.200 €Uw-Wert ca. 0,7–0,9 W/m²K
Fenster 3-fach Verglasung (Holz-Alu, je Einheit)1.200–2.500 €Empfehlung für Altbau/Denkmal
Montage inkl. Abdichtung (je Fenster)150–350 €RAL-Montage empfohlen
Innenfensterbank (je Stück)80–250 €Marmor, Naturstein oder Kunststein
Außenfensterbank (je Stück)100–300 €Aluminium oder Naturstein
Malerarbeiten Laibung (je Fenster)80–200 €Innen- und Außenlaibung
Entsorgung Altfenster (pauschal)200–500 €Je nach Menge und Material
Gesamtkosten (Einfamilienhaus, 10–15 Fenster)8.000–30.000 €Abhängig von Ausstattung
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Fördermittel nutzen: Die KfW fördert den Einbau von Fenstern mit Uw ≤ 0,95 W/m²K im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude mit bis zu 15 % Zuschuss. In Stuttgart bietet zudem die L-Bank Baden-Württemberg ergänzende Wohnraumförderung an. Lassen Sie sich vor Beauftragung von einem Energieberater beraten.
A professional installer fitting a modern window in a well-lit home interior.
Foto: Ksenia Chernaya / Pexels

Beteiligte Gewerke beim Fenstertausch

Beim Fenstertausch sind je nach Umfang der Maßnahme unterschiedliche Gewerke beteiligt. Beim klassischen 1:1-Austausch (gleiche Fensteröffnung, gleiche Maße) sind es in der Regel zwei Gewerke. Rohbauarbeiten fallen nur in Ausnahmefällen an.

1 Fensterbauer / Glaser
Das Kerngewerk: Ausmessen, Fertigung, Lieferung und fachgerechte Montage der neuen Fenster nach RAL-Montagerichtlinie. Inklusive Abdichtung mit Kompribändern, Montage der Fensterbänke innen und außen sowie Einstellung der Beschläge.
2 Maler / Trockenbauer
Nach dem Fenstereinbau müssen Innenlaibungen neu verputzt, gespachtelt und gestrichen werden. Bei beschädigten Außenlaibungen übernimmt der Maler auch die Fassadenausbesserung rund um die neuen Fensteranschlüsse.
3 Rohbauer / Maurer (optional)
Nur erforderlich, wenn Fensteröffnungen vergrößert, verkleinert oder neu geschaffen werden, oder wenn Stürze angepasst werden müssen. Bei einem Standard-Fenstertausch in gleichen Maßen entfallen Rohbauarbeiten vollständig.
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Wichtig zur RAL-Montage: Achten Sie darauf, dass der Fensterbauer nach RAL-Montagerichtlinie arbeitet. Das bedeutet: dreischichtige Abdichtung (innen luftdicht, Mitte schlagregendicht, außen diffusionsoffen). Fehlerhafte Abdichtung führt zu Schimmel und Wärmeverlusten – und erlischt Garantieansprüche.
white teapot and tow flower vases on windowpane
Foto: Nathan Fertig / Pexels

Ablauf eines Fenstertauschs – Schritt für Schritt

1
Bestandsaufnahme & Ausmessen
1–2 Tage
Der Fensterbauer nimmt alle Fensteröffnungen exakt auf. Dabei werden Maße, Zustand der Laibungen, Sturzhöhen und Anschlagrichtungen dokumentiert. In Stuttgart ist bei Altbauten in Hanglagen oft eine sorgfältige Prüfung der Wandstärken nötig.
2
Angebotserstellung & Planung
3–7 Tage
Auf Basis der Aufmaße erstellt der Fensterbauer ein detailliertes Angebot. Klären Sie in dieser Phase auch Fördermittel (KfW, L-Bank) und ob ein Energieberater eingebunden werden soll.
3
Fertigung der Fenster
3–6 Wochen
Sondermaße und hochwertige Materialien (Holz-Alu, Dreifachverglasung) haben längere Lieferzeiten. Planen Sie diese Phase in Ihre Gesamtplanung ein.
4
Demontage & Einbau
2–5 Tage
Die alten Fenster werden ausgebaut und entsorgt. Neue Fenster werden eingesetzt, ausgerichtet, befestigt und dreischichtig abgedichtet. Fensterbänke innen und außen werden montiert.
5
Malerarbeiten & Nacharbeiten
2–4 Tage
Laibungen werden ausgebessert, gespachtelt und gestrichen. Außen werden Anschlüsse an die Fassade sauber abgedichtet. Abschließend werden alle Beschläge eingestellt und die Funktion geprüft.
Two white-framed windows on a vibrant yellow building facade in Büsum, Germany.
Foto: Waldemar Brandt / Pexels

Typische Fehler beim Fenstertausch – und wie Sie sie vermeiden

Falsche Verglasung für den Verwendungszweck

3-fach Verglasung ist nicht immer besser als 2-fach. Bei Südfenstern kann zu guter Wärmedämmung im Winter zu Überhitzung im Sommer führen. Achten Sie auf den g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad): Für Südfassaden empfehlen sich Werte um 0,35–0,50, für Nordfassaden darf er höher sein.

Zu günstige Angebote ohne RAL-Montage

Billiganbieter sparen oft bei der Montagequalität. Ein schlecht eingebautes Fenster mit Wärmebrücken an den Anschlüssen kostet Sie langfristig mehr durch Heizkosten und Schimmelschäden als die eingesparte Summe beim Kauf.

Lüftungskonzept vergessen

Neue, dichte Fenster reduzieren den unkontrollierten Luftaustausch drastisch. In vielen Stuttgarter Altbauten – besonders in der Kessellage mit erhöhter Luftfeuchtigkeit – entsteht dadurch Schimmel. Planen Sie gleichzeitig ein Lüftungskonzept, ggf. mit dezentralen Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung.

⚠️
Schimmelrisiko in der Kessellage: Stuttgart liegt in einer Tallage mit erhöhter Luftfeuchtigkeit und wenig Wind. Nach dem Einbau dichter Fenster ist regelmäßiges Stoßlüften (3–4 Mal täglich, 5–10 Minuten) oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung zwingend erforderlich.

Keine Abstimmung mit Maler und Trockenbauer

Beauftragen Sie Fensterbauer und Maler koordiniert. Wenn der Maler erst Wochen nach dem Fenstereinbau kommt, sind die Laibungen zwischenzeitlich beschädigt oder verschmutzt. Eine gute Koordination spart Zeit und Nacharbeiten.

Fenstertausch (2-/3-fach Verglasung) – Brick modern family home under bright sky, showcasing new construction and architectural style.
Foto: Pixabay / Pexels

Besonderheiten beim Fenstertausch in Stuttgart

Hanglage und Kessellage

Stuttgart ist für seine ausgeprägte Hangtopografie bekannt. Stadtteile wie Degerloch, Gaisburg, Heslach, Botnang und Weilimdorf weisen viele Gebäude in Hanglage auf, bei denen Gerüstarbeiten aufwendiger und teurer sind als in der Ebene. Rechnen Sie in diesen Lagen mit einem Gerüstzuschlag von 500–1.500 Euro. In der Stuttgarter Kessellage (Stadtmitte, Bad Cannstatt, Zuffenhausen) ist die Luftfeuchtigkeit erhöht – ein wichtiger Faktor für die Wahl des Rahmenmaterials und das Lüftungskonzept nach dem Fenstertausch.

Altbaubestand und Denkmalschutz

Stuttgart hat einen nennenswerten Altbauanteil, besonders in Stadtteilen wie Stuttgart-West, Stuttgart-Süd und Gablenberg. Viele Gründerzeitgebäude und Nachkriegsbauten haben noch Einfachverglasung oder veraltete 2-fach-Fenster aus den 1980er Jahren. Bei denkmalgeschützten Gebäuden – etwa in Teilen des Stuttgarter Nordens oder im Bereich der Wilhelma – gelten besondere Auflagen: Oft sind nur Holzfenster in historischen Profilen zulässig. Klären Sie vor der Beauftragung mit dem Stadtplanungsamt Stuttgart, ob Ihr Gebäude unter Denkmalschutz steht oder in einer Erhaltungssatzung liegt.

Strenge EnEV/GEG-Umsetzung in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg setzt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes konsequent um. Beim Fenstertausch gilt: Werden mehr als 10 % der Fensterfläche eines Gebäudes ausgetauscht, müssen die neuen Fenster den Mindestanforderungen des GEG entsprechen (Uw ≤ 1,3 W/m²K). In der Praxis empfehlen Stuttgarter Energieberater für Neubauten und umfassende Sanierungen 3-fach Verglasung mit Uw ≤ 0,9 W/m²K, um Fördervoraussetzungen zu erfüllen.

Mineralquellen-Gebiet und Bodenbesonderheiten

Stuttgart liegt im Mineralquellen-Gebiet. Bei Arbeiten, die in den Boden eingreifen (z. B. Neuanlage von Kellerfenstern), sind ggf. wasserrechtliche Genehmigungen erforderlich. Beim reinen Fenstertausch im Bestand ist dies in der Regel nicht relevant – aber bei Erweiterungen der Fensteröffnungen in Kellerbereichen sollte dies vorab mit dem Baurechtsamt Stuttgart geklärt werden.

Preisniveau im Vergleich

Stuttgarter Handwerksbetriebe berechnen für Fenstermontagen im Schnitt 10–15 % mehr als der Bundesdurchschnitt. Ein Fenster (Kunststoff, 3-fach, Standardmaß), das bundesweit für 700–900 Euro eingebaut wird, kostet in Stuttgart inklusive Montage und Laibungsarbeiten häufig 850–1.100 Euro. Planen Sie diesen Aufschlag in Ihre Budgetplanung ein.

💡
Sparen durch Bündelung: Plattformen wie byndl.de bündeln ähnliche Sanierungsprojekte in derselben Nachbarschaft. Wenn mehrere Eigentümer in Ihrem Stuttgarter Stadtteil gleichzeitig Fenster tauschen, können Handwerker Anfahrtskosten teilen – das spart Ihnen oft 5–10 % der Gesamtkosten. Zudem erstellt byndl automatisch ein professionelles Leistungsverzeichnis, das Vergleichsangebote erleichtert.

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Häufige Fragen zur Fenstertausch (2-/3-fach Verglasung) in Stuttgart

Ja, besonders in der Stuttgarter Kessellage mit kalten Wintern und erhöhter Luftfeuchtigkeit. 3-fach Verglasung (Uw ≤ 0,9 W/m²K) reduziert Wärmeverluste um bis zu 30 % gegenüber 2-fach Verglasung und ist Voraussetzung für KfW-Förderung. Die Mehrkosten von ca. 200–400 Euro je Fenster amortisieren sich bei Stuttgarter Energiepreisen in 8–12 Jahren.
Bei einem 1:1-Austausch in gleichen Maßen und ohne Veränderung der Fassadenoptik ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Anders bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Gebäuden in Erhaltungssatzungsgebieten – hier ist eine Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt Stuttgart (Telefon: 0711 216-0) zwingend. Bei Vergrößerung der Fensteröffnungen ist immer eine Genehmigung nötig.
Die reine Montage dauert bei einem Einfamilienhaus mit 10–15 Fenstern 2–5 Tage. Inklusive Malerarbeiten und Nacharbeiten sind es insgesamt 1–2 Wochen. Die Gesamtdauer vom ersten Aufmaß bis zur Fertigstellung beträgt wegen der Fertigungszeit 6–10 Wochen.
Bundesweit fördert die KfW im Rahmen der BEG Einzelmaßnahmen Fenster mit Uw ≤ 0,95 W/m²K mit 15 % Zuschuss (bis 60.000 Euro förderfähige Kosten je Wohneinheit). Ergänzend bietet die L-Bank Baden-Württemberg zinsgünstige Darlehen. Wichtig: Der Förderantrag muss vor Beauftragung gestellt werden.
Für ein Standardfenster (ca. 1,0 × 1,2 m) in 3-fach Verglasung aus Kunststoff inkl. Montage, Fensterbänken und Laibungsarbeiten rechnen Sie in Stuttgart mit 900–1.500 Euro. Bei Holz-Alu-Fenstern oder Sondermaßen können es 1.800–3.000 Euro je Einheit sein.
Ja, unbedingt. Neue dichte Fenster reduzieren den natürlichen Luftaustausch erheblich. In der feuchten Stuttgarter Kessellage ist Schimmelbildung ohne ausreichendes Lüften ein reales Risiko. Empfohlen werden 3–4 Mal täglich 5–10 Minuten Stoßlüften. Alternativ können dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung eingebaut werden.