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Ratgeber

Wohnungsrenovierung (Wände & Böden): Kosten, Ablauf und worauf Sie achten müssen

5.000 € – 25.000 €
Typische Gesamtkosten
3 Wochen
Typische Projektdauer
3 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Wohnungsrenovierung? Kosten im Überblick

Die Kosten einer Wohnungsrenovierung variieren stark – je nach Wohnungsgröße, Zustand der Flächen und gewählten Materialien. Für eine typische 70–100 m² große Wohnung in Deutschland müssen Sie mit Gesamtkosten zwischen 5.000 und 25.000 Euro rechnen. Der größte Kostentreiber ist dabei nicht selten der Bodenbelag: Hochwertiges Parkett oder Fliesen können das Budget schnell in die Höhe treiben, während Laminat oder Vinylbeläge deutlich günstiger sind.

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen realistischen Überblick über die typischen Kostenpositionen bei einer Wohnungsrenovierung:

LeistungKosten (ca.)Hinweis
Malerarbeiten Wände & Decken1.500 – 6.000 €Abhängig von Fläche und Voranstrich
Bodenbelag verlegen (Laminat/Vinyl)1.500 – 5.000 €Inkl. Untergrund und Material
Bodenbelag verlegen (Parkett/Fliesen)3.000 – 10.000 €Material und Verlegung
Tapezierarbeiten800 – 3.000 €Je nach Tapetenart und Raumanzahl
Elektroarbeiten (Steckdosen, Licht)500 – 3.000 €Nur bei Bedarf, Pflicht durch Fachbetrieb
Spachtel- und Schleifarbeiten500 – 2.000 €Bei stark beschädigten Wänden
Gesamt (typisch)5.000 – 25.000 €Für 70–100 m² Wohnfläche
⚠️
Vorsicht bei Billigangeboten: Angebote unter 30 €/m² für Malerarbeiten inklusive Material sind oft unrealistisch. Fragen Sie immer nach, was genau im Preis enthalten ist – Voranstrich, Grundierung und Abdeckarbeiten werden häufig separat berechnet.

Kosten pro Quadratmeter als Orientierung

Als grobe Faustregel gilt: Reine Malerarbeiten (Wände und Decken streichen) kosten zwischen 8 und 20 Euro pro m² Wohnfläche, Bodenbeläge inklusive Verlegung zwischen 20 und 80 Euro pro m² – je nach Material. Elektroarbeiten werden meist pauschal oder nach Stundensatz (60–100 €/Std.) abgerechnet.

Back view of a construction worker in safety gear plastering a white wall.
Foto: Antoni Shkraba Studio / Pexels

Beteiligte Gewerke bei der Wohnungsrenovierung

Eine Wohnungsrenovierung ist kein Ein-Mann-Job. Für ein professionelles Ergebnis sind in der Regel drei Gewerke beteiligt, die idealerweise aufeinander abgestimmt arbeiten:

1 Maler & Lackierer
Das Malergewerk übernimmt das Streichen und Tapezieren von Wänden und Decken. Dazu gehören Vorarbeiten wie Spachteln, Schleifen und Grundieren sowie der eigentliche Anstrich. Ein guter Maler erkennt auch Feuchtigkeitsschäden oder Risse, die vor dem Streichen behoben werden müssen.
2 Bodenleger / Parkettleger
Bodenleger verlegen alle Arten von Bodenbelägen: Laminat, Vinyl, Parkett, Fliesen oder Teppich. Sie bereiten den Untergrund vor (Ausgleichsmasse, Dampfsperre), verlegen den Belag fachgerecht und montieren Sockelleisten. Bei Parkett kommen oft spezialisierte Parkettleger zum Einsatz.
3 Elektriker
Wenn Steckdosen versetzt, neue Lichtpunkte gesetzt oder die Elektroinstallation erneuert werden soll, ist ein zugelassener Elektrofachbetrieb Pflicht. Elektriker arbeiten idealerweise vor den Maler- und Bodenarbeiten, damit Kabelwege verputzt und überstrichen werden können.
💡
Spartipp mit byndl: Auf der Plattform byndl werden ähnliche Renovierungsprojekte in Ihrer Region gebündelt. Das spart Handwerkern Anfahrtskosten – und Sie profitieren von günstigeren Preisen. Zusätzlich erstellt byndl automatisch ein professionelles Leistungsverzeichnis, das Missverständnisse mit Handwerkern von Anfang an vermeidet.
A craftsman carefully measures and marks wooden floor panels for precise installation.
Foto: ClickerHappy / Pexels

Ablauf einer Wohnungsrenovierung: Schritt für Schritt

Eine Wohnungsrenovierung dauert bei einer 70–100 m² Wohnung typischerweise 2–4 Wochen. Die Reihenfolge der Gewerke ist dabei entscheidend: Wer Böden vor den Malerarbeiten verlegt, riskiert Farbspritzer auf dem neuen Belag. Die richtige Abfolge spart Zeit, Geld und Nerven.

1
Planung & Angebote einholen
1–2 Wochen vor Beginn
Definieren Sie genau, was renoviert werden soll: Welche Räume? Welche Materialien? Holen Sie mindestens drei Angebote ein und prüfen Sie, ob alle Leistungen (Voranstrich, Abdeckarbeiten, Entsorgung) enthalten sind. Ein detailliertes Leistungsverzeichnis schützt vor bösen Überraschungen.
2
Elektroarbeiten (falls nötig)
1–3 Tage
Elektroarbeiten stehen immer am Anfang. Neue Leitungen werden in Schlitze gefräst, Dosen gesetzt und Kabel verlegt. Anschließend werden die Schlitze verputzt und müssen trocknen – das dauert je nach Putzart 2–7 Tage.
3
Malerarbeiten: Vorbereitung
2–4 Tage
Vor dem eigentlichen Streichen werden Wände gespachtelt, geschliffen und grundiert. Risse werden ausgebessert, alte Tapeten entfernt. Diese Vorarbeiten sind zeitaufwendig, aber entscheidend für ein sauberes Endergebnis. Möbel und Böden werden sorgfältig abgedeckt.
4
Malerarbeiten: Streichen & Tapezieren
3–5 Tage
Decken werden zuerst gestrichen, dann die Wände – so tropfen keine Farbspritzer auf frisch gestrichene Wände. Bei Tapezierarbeiten muss die Tapete nach dem Anbringen ausreichend trocknen, bevor überstrichen wird. Fensterrahmen, Türen und Leisten werden abschließend lackiert.
5
Bodenbelag verlegen
2–4 Tage
Erst wenn Malerarbeiten vollständig abgeschlossen und getrocknet sind, beginnt der Bodenleger. Der Untergrund wird geprüft und ggf. mit Ausgleichsmasse behandelt. Dann wird der Belag verlegt und Sockelleisten montiert. Fliesen benötigen zusätzliche Trockenzeit für den Kleber.
6
Abnahme & Einzug
1 Tag
Gehen Sie alle Räume systematisch durch und dokumentieren Sie eventuelle Mängel schriftlich mit Fotos. Mängel müssen vor der Schlusszahlung behoben werden. Erst nach erfolgreicher Abnahme sollten Sie den Restbetrag überweisen.
Interior renovation scene with a painter working and a dog in the foreground.
Foto: Cal David / Pexels

Häufige Fehler bei der Wohnungsrenovierung

Viele Renovierungsprojekte scheitern nicht an mangelndem Budget, sondern an vermeidbaren Planungsfehlern. Diese Fallstricke sollten Sie kennen:

Fehler 1: Falsche Reihenfolge der Gewerke

Der häufigste Fehler: Böden werden verlegt, bevor Malerarbeiten abgeschlossen sind. Farbspritzer auf neuem Parkett sind kaum zu entfernen. Die korrekte Reihenfolge lautet immer: Elektro → Maler → Boden. Planen Sie außerdem ausreichend Trockenzeiten ein – besonders bei Spachtelarbeiten und Fliesenklebern.

Fehler 2: Unvollständige Angebote vergleichen

Zwei Angebote über 3.000 Euro klingen gleich – sind es aber nicht, wenn eines Grundierung, Abdeckarbeiten und Entsorgung enthält und das andere nicht. Bestehen Sie auf einem detaillierten Leistungsverzeichnis mit Mengenangaben (m², Liter Farbe, etc.). Nur so sind Angebote wirklich vergleichbar.

⚠️
Schwarzarbeit vermeiden: Handwerker ohne Rechnung mögen günstiger erscheinen – aber Sie haben keinerlei Gewährleistungsansprüche, keine Absicherung bei Schäden und riskieren rechtliche Konsequenzen. Bestehen Sie immer auf einem schriftlichen Vertrag und einer ordentlichen Rechnung.

Fehler 3: Materialqualität unterschätzen

Billiger Laminat unter 10 €/m² klingt verlockend, hat aber oft eine Nutzungsklasse, die für Wohnbereiche nicht ausreicht. Achten Sie bei Laminat auf mindestens Nutzungsklasse 23 (Wohnbereich, starke Beanspruchung), bei Vinyl auf eine Gesamtdicke von mindestens 5 mm. Günstige Wandfarben decken schlechter und erfordern mehr Anstriche – was am Ende teurer wird.

Fehler 4: Zu wenig Puffer einplanen

Erfahrungsgemäß überschreiten Renovierungsprojekte das ursprüngliche Budget um 10–20 %. Planen Sie diesen Puffer von Anfang an ein. Häufige Kostenfallen: Schimmel hinter alten Tapeten, maroder Untergrund unter dem alten Boden oder veraltete Elektroinstallationen, die erneuert werden müssen.

Fehler 5: Keine schriftliche Abnahme

Ohne dokumentierte Abnahme ist es schwer, Mängel später geltend zu machen. Halten Sie alle Mängel schriftlich fest, lassen Sie den Handwerker gegenzeichnen und zahlen Sie den Restbetrag erst nach Mängelbeseitigung. Üblich ist ein Einbehalt von 5 % der Auftragssumme als Sicherheit für die Gewährleistungszeit.

Handwerker finden und Kosten sparen

Qualifizierte Handwerker für alle drei Gewerke zu finden und deren Termine aufeinander abzustimmen, ist oft die größte Herausforderung bei einer Wohnungsrenovierung. Plattformen wie byndl helfen dabei: Durch die Bündelung mehrerer Projekte in einer Region können Handwerker effizienter arbeiten – und geben diese Ersparnis an Sie weiter. Das automatisch erstellte Leistungsverzeichnis sorgt dafür, dass alle Beteiligten von Anfang an wissen, was zu tun ist.

💡
Profi-Tipp Eigenleistung: Abdeckarbeiten, das Entfernen alter Tapeten oder das Ausräumen der Wohnung können Sie selbst übernehmen. Das spart 5–15 % der Handwerkerkosten. Besprechen Sie vorab mit dem Handwerker, welche Vorarbeiten Sie leisten können – und was wirklich Fachkenntnis erfordert.

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Häufige Fragen zur Wohnungsrenovierung (Wände, Böden)

Für eine 80 m² Wohnung mit Malerarbeiten und neuem Bodenbelag (Laminat oder Vinyl) müssen Sie realistisch mit 8.000 bis 15.000 Euro rechnen. Bei hochwertigen Materialien wie Parkett oder Designfliesen kann der Preis auf 20.000 Euro und mehr steigen. Elektroarbeiten kommen je nach Bedarf noch hinzu.
Eine vollständige Renovierung einer 70–100 m² Wohnung dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Die Dauer hängt vom Zustand der Wohnung, der Anzahl der Räume und der Verfügbarkeit der Handwerker ab. Planen Sie immer einen Puffer von einigen Tagen für Trockenzeiten und eventuelle Nacharbeiten ein.
Wenn Sie lediglich Wände streichen und Böden verlegen, ist kein Elektriker notwendig. Sobald jedoch Steckdosen versetzt, neue Lichtpunkte gesetzt oder Kabel verlegt werden sollen, ist ein zugelassener Elektrofachbetrieb gesetzlich vorgeschrieben. Pfusch an der Elektrik kann im Schadensfall zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.
Die korrekte Reihenfolge ist: zuerst Elektroarbeiten, dann Malerarbeiten (Vorbereitung und Streichen), zuletzt Bodenbelag verlegen. So werden neue Böden nicht durch Farbspritzer beschädigt und Elektroschlitze können sauber überputzt und überstrichen werden. Planen Sie zwischen den Gewerken ausreichend Trockenzeiten ein.
Eigenleistungen wie das Entfernen alter Tapeten, Abdeckarbeiten, das Ausräumen der Wohnung oder einfache Streicharbeiten in unkritischen Bereichen sind gut selbst durchführbar. Finger weg sollten Sie von Elektroarbeiten, dem Verlegen von Fliesen in Nassbereichen und dem Schleifen von Parkettböden – hier sind Fehler teuer und schwer zu korrigieren.
Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis sind ein guter Ausgangspunkt. Achten Sie auf Handwerker mit Eintrag in der Handwerksrolle, holen Sie mindestens drei schriftliche Angebote ein und prüfen Sie Bewertungen. Plattformen wie byndl helfen dabei, regionale Handwerker zu finden und durch Projektbündelung günstigere Preise zu erzielen.