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Ratgeber

Wohnungsrenovierung in Frankfurt am Main: Wände und Böden erneuern – Kosten, Ablauf & Tipps 2026

5.000 € – 25.000 €
Typische Gesamtkosten
3 Wochen
Typische Projektdauer
3 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Wohnungsrenovierung in Frankfurt am Main?

Eine Wohnungsrenovierung mit Wänden, Böden und Elektroarbeiten kostet in Frankfurt am Main typischerweise zwischen 5.000 und 25.000 Euro – je nach Wohnungsgröße, Zustand der Bausubstanz und Materialwahl. Das Preisniveau liegt dabei rund 15–25 % über dem Bundesdurchschnitt, was auf die hohe Nachfrage nach Handwerksleistungen, die angespannte Kapazitätslage im Rhein-Main-Gebiet und die allgemein höheren Lebenshaltungskosten zurückzuführen ist.

Für eine typische 3-Zimmer-Wohnung mit 75–90 m² sollten Sie in Frankfurt mit folgenden Richtwerten kalkulieren:

LeistungKosten (Richtwert)Hinweis
Malerarbeiten Wände & Decken1.500–5.000 €Inkl. Spachteln, Grundierung, 2 Anstriche
Tapezierarbeiten800–3.000 €Je nach Tapetenart und Untergrundvorbereitung
Bodenbelag (Laminat/Parkett)1.500–7.000 €Material + Verlegung, ohne Estricharbeiten
Bodenbelag (Fliesen)1.800–6.000 €Bad/Küche, inkl. Verfugung
Elektroarbeiten (Steckdosen, Licht)800–3.500 €Erneuerung Unterputz-Leitungen, Schalter
Abriss & Entsorgung400–1.500 €Altbelag, Tapeten, Schutt
Gesamt (75–90 m²)5.000–25.000 €Je nach Ausstattungsstandard
⚠️
Vorsicht bei Altbauten: In Frankfurter Nachkriegsbauten der 1950er bis 1970er Jahre – etwa in Sachsenhausen, Bornheim oder Rödelheim – können unter alten Bodenbelägen asbesthaltige Klebstoffe oder Ausgleichsmassen lauern. Eine fachgerechte Schadstoffanalyse vor Baubeginn ist Pflicht und kostet 200–500 €, spart aber teure Überraschungen.
Back view of a construction worker in safety gear plastering a white wall.
Foto: Antoni Shkraba Studio / Pexels

Beteiligte Gewerke bei der Wohnungsrenovierung

Eine vollständige Wohnungsrenovierung erfordert das Zusammenspiel mehrerer Fachbetriebe. Schlechte Koordination ist einer der häufigsten Kostentreiber – Maler, die warten müssen, weil der Elektriker noch nicht fertig ist, kosten bares Geld.

1 Maler & Lackierer
Kerngewerk der Renovierung: Untergrundvorbereitung, Spachteln, Schleifen, Grundierung, Anstrich von Wänden und Decken. In Frankfurt werden häufig Dispersionsfarben mit erhöhtem Feuchtigkeitsschutz empfohlen – besonders in erdgeschossnahen Wohnungen in Mainhochwasser-gefährdeten Lagen wie Sachsenhausen-Süd oder dem Ostend.
2 Bodenleger / Parkettleger
Verlegung von Laminat, Parkett, Vinyl oder Fliesen. Wichtig: In Frankfurter Hochhäusern und Mehrfamilienhäusern gelten oft erhöhte Anforderungen an den Trittschallschutz (DIN 4109). Der Bodenleger muss die passende Dämmunterlage wählen – nicht jeder Belag ist für jede Konstruktion geeignet.
3 Elektriker
Erneuerung veralteter Steckdosen, Lichtschalter und ggf. Leitungen. In Frankfurter Wohnungen aus den 1950er–1970er Jahren sind häufig noch Aluminiumleitungen oder unterdimensionierte Stromkreise verbaut. Ein Elektriker-Check ist vor jeder größeren Renovierung sinnvoll – und in vielen Fällen vorgeschrieben, wenn neue Verbraucher installiert werden.
💡
Spartipp mit byndl: Auf der Plattform byndl.de werden Renovierungsprojekte in Ihrer Nachbarschaft gebündelt. Wenn mehrere Eigentümer im selben Haus oder Stadtteil renovieren, sparen alle durch reduzierte Anfahrtskosten und bessere Auslastung der Handwerker – typischerweise 10–20 % gegenüber Einzelaufträgen. byndl erstellt dabei automatisch ein professionelles Leistungsverzeichnis für Ihr Projekt.
A craftsman carefully measures and marks wooden floor panels for precise installation.
Foto: ClickerHappy / Pexels

Ablauf einer Wohnungsrenovierung: Schritt für Schritt

Eine gut geplante Renovierung dauert in Frankfurt für eine 3-Zimmer-Wohnung typischerweise 3 Wochen. Die Reihenfolge der Gewerke ist dabei entscheidend – Fehler in der Planung führen zu Doppelarbeit und Mehrkosten.

1
Bestandsaufnahme & Planung
3–5 Tage vor Baubeginn
Zustand von Wänden, Böden und Elektrik dokumentieren. Schadstoffcheck bei Altbauten (Asbest, PAK). Angebote einholen, Gewerke koordinieren, Materialien bestellen. In Frankfurt: Hausordnung und Hausmeister informieren, Aufzugnutzung für Materialtransport klären.
2
Abriss & Entsorgung
2–3 Tage
Entfernung alter Bodenbeläge, Tapeten und ggf. Putzschäden. Schutt wird in Containern entsorgt – in Frankfurt müssen Containerstellplätze auf öffentlichem Grund beim Straßenverkehrsamt beantragt werden (Vorlaufzeit 5–10 Werktage einplanen).
3
Elektroarbeiten (Rohinstallation)
2–4 Tage
Leitungen erneuern, neue Unterputzdosen setzen, bevor Wände verputzt oder gespachtelt werden. Dieser Schritt muss zwingend vor den Malerarbeiten erfolgen. Abnahme durch zugelassenen Elektrofachbetrieb erforderlich.
4
Malerarbeiten & Wandgestaltung
5–8 Tage
Untergrundvorbereitung (Spachteln, Schleifen), Grundierung, Anstrich in 2 Lagen. Trocknungszeiten zwischen den Arbeitsgängen einhalten – in Frankfurt im Herbst/Winter bei hoher Luftfeuchtigkeit länger einplanen. Tapezieren nach dem Anstrich der Decken.
5
Bodenverlegung
3–5 Tage
Untergrundprüfung (Ebenheit, Restfeuchte im Estrich), Verlegung des Bodenbelags, Sockelleisten montieren. Parkett und Laminat benötigen 48 Stunden Akklimatisierung im Raum vor der Verlegung.
6
Fertigstellung & Abnahme
1–2 Tage
Elektrik fertigstellen (Schalter, Steckdosen, Leuchten), Reinigung, Mängelprotokoll erstellen. Übergabe an Auftraggeber mit Dokumentation aller verbauten Materialien und Garantienachweisen.
Interior renovation scene with a painter working and a dog in the foreground.
Foto: Cal David / Pexels

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Falsche Reihenfolge der Gewerke

Der häufigste Fehler bei Eigenregie: Boden verlegen, bevor der Maler fertig ist. Farbspritzer auf neuem Parkett sind schwer zu entfernen und führen oft zu Streit. Richtige Reihenfolge: Elektro → Maler → Boden → Elektro-Fertigstellung.

Fehler 2: Estrichfeuchte ignorieren

Besonders in Frankfurter Neubauten und nach Wasserschäden: Zu feuchter Estrich unter Parkett oder Laminat führt zu Aufquellen und Schimmel. Messung mit dem CM-Gerät ist Pflicht – Richtwert: unter 2 % bei Zementestrich, unter 0,5 % bei Anhydritestrich.

Fehler 3: Trittschallschutz unterschätzen

In Frankfurter Mehrfamilienhäusern – besonders in Hochhäusern im Nordend, Westend oder Gallus – sind die Anforderungen an den Trittschallschutz hoch. Ohne geeignete Dämmunterlage riskieren Sie Beschwerden der Nachbarn und im schlimmsten Fall eine Klage. Lassen Sie den Bodenleger die Schallschutzklasse des Gebäudes prüfen.

Fehler 4: Zu wenig Puffer im Budget

Erfahrungsgemäß weichen 30–40 % aller Renovierungen vom ursprünglichen Budget ab – meist nach oben. Planen Sie mindestens 15 % Reserve ein. In Frankfurter Altbauten und Nachkriegsgebäuden sind Überraschungen (Schimmel hinter Tapeten, marode Leitungen) besonders häufig.

⚠️
Mietrecht beachten: Als Mieter in Frankfurt dürfen Sie ohne Zustimmung des Vermieters keine baulichen Veränderungen vornehmen – das gilt auch für das Verlegen von Parkett über vorhandene Fliesen. Holen Sie immer eine schriftliche Genehmigung ein, bevor Sie mit der Renovierung beginnen.
Wohnungsrenovierung (Wände, Böden) – A man and woman working together on home renovation, applying painter's tape.
Foto: Blue Bird / Pexels

Besonderheiten bei der Wohnungsrenovierung in Frankfurt am Main

Bausubstanz: Nachkriegsbauten dominieren

Frankfurt wurde im Zweiten Weltkrieg zu großen Teilen zerstört. Der Wiederaufbau in den 1950er und 1960er Jahren prägt bis heute das Stadtbild – besonders in Sachsenhausen, Bornheim, Rödelheim, Bockenheim und dem Gallus. Diese Nachkriegsbauten haben spezifische Eigenschaften, die bei der Renovierung relevant sind:

Hochhausumfeld: Besondere Logistik

Frankfurt hat eine der höchsten Hochhausdichten Deutschlands – nicht nur im Bankenviertel, sondern auch in Wohnhochhäusern im Nordweststadt-Viertel, in Griesheim oder Niederrad. Renovierungen in oberen Stockwerken erfordern besondere Logistik: Materialtransport über Aufzüge (Schutzmatten, Zeitfenster mit Hausverwaltung abstimmen), längere Rüstzeiten und ggf. höhere Handwerkerpreise durch Erschwernis.

Hessische Bauordnung

Die Hessische Bauordnung regelt auch Innenausbauten. Relevant für Renovierungen: Bei Nutzungsänderungen (z. B. Umbau zu Homeoffice mit eigener Elektroinstallation) können Genehmigungspflichten entstehen. Elektroarbeiten müssen von einem in die Handwerksrolle eingetragenen Elektrofachbetrieb ausgeführt werden – Schwarzarbeit ist nicht nur illegal, sondern gefährdet den Versicherungsschutz.

Mainhochwasser und Feuchtigkeitsschutz

Wohnungen in hochwassergefährdeten Lagen – Sachsenhausen-Süd, Niederrad, Teile des Ostends – sollten bei der Materialwahl besonders auf Feuchtigkeitsresistenz achten. Empfehlenswert: Feuchtigkeitssperrende Grundierungen, wasserbeständige Wandfarben und Bodenbeläge mit erhöhter Feuchtigkeitstoleranz (Vinyl, Feinsteinzeug statt Massivparkett im Erdgeschoss).

Preisniveau im Vergleich

Handwerkerleistungen in Frankfurt liegen im bundesweiten Vergleich im oberen Drittel. Der durchschnittliche Stundensatz für Maler beträgt in Frankfurt 55–75 €/Stunde (Bundesdurchschnitt: 45–60 €), für Elektriker 70–95 €/Stunde (Bundesdurchschnitt: 60–80 €). Wer mehrere Gewerke koordiniert und Angebote vergleicht, kann trotzdem wirtschaftlich renovieren – Plattformen wie byndl.de helfen dabei, durch Projektbündelung in der Nachbarschaft bessere Konditionen zu erzielen.

Stadtteile mit besonders hohem Renovierungsbedarf

Besonders aktiv wird in folgenden Frankfurter Stadtteilen renoviert: Bornheim und Nordend (viele Altbauwohnungen, hohe Eigentümerquote nach Umwandlung), Sachsenhausen (gemischte Bausubstanz, hohe Mietpreise treiben Investitionen), Gallus und Gutleutviertel (Aufwertungsdruck durch Nähe zur Innenstadt), Bockenheim (studentisch geprägter Wandel zu Familienwohnungen). In diesen Stadtteilen lohnt sich die Suche nach Handwerkern, die bereits in der Nachbarschaft aktiv sind – das spart Anfahrtskosten und oft auch Wartezeiten.

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Häufige Fragen zur Wohnungsrenovierung (Wände, Böden) in Frankfurt am Main

In Frankfurt rechnen Sie für eine vollständige Renovierung (Wände, Böden, Elektro) mit 60–280 € pro Quadratmeter – je nach Ausstattungsstandard und Zustand der Bausubstanz. Das liegt rund 15–25 % über dem Bundesdurchschnitt. Für eine 75-m²-Wohnung ergibt das typischerweise 5.000–21.000 €.
Ja, als Mieter benötigen Sie für bauliche Veränderungen – auch das Verlegen neuer Bodenbeläge oder das Streichen in anderen Farben – grundsätzlich die schriftliche Zustimmung des Vermieters. Ohne diese Genehmigung riskieren Sie Schadensersatzforderungen bei Auszug. Holen Sie die Erlaubnis immer vor Baubeginn ein.
Für eine 3-Zimmer-Wohnung (75–90 m²) mit Wänden, Böden und Elektroarbeiten planen Sie realistisch 3 Wochen ein. Verzögerungen entstehen häufig durch Trocknungszeiten, Lieferengpässe bei Materialien oder schlechte Gewerkekoordination. Mit professioneller Planung und erfahrenen Handwerkern ist der Zeitrahmen gut einzuhalten.
Für reine Schönheitsrenovierungen (Streichen, Bodenbelag) gibt es in der Regel keine direkten Fördermittel. Anders sieht es aus, wenn die Renovierung mit energetischen Maßnahmen verbunden wird: Die KfW und das Land Hessen fördern Dämmmaßnahmen, Fensteraustausch und Heizungsmodernisierung. Fragen Sie Ihren Energieberater, ob sich eine Kombination lohnt.
Asbest lässt sich optisch nicht erkennen – eine Laboranalyse ist notwendig. Besonders gefährdet sind Wohnungen in Gebäuden, die zwischen 1950 und 1993 gebaut wurden. Verdächtige Materialien sind Bodenbelagkleber (oft schwarz, unter Vinylplatten), Spachtelmassen und bestimmte Putze. Beauftragen Sie vor dem Abriss einen Sachverständigen – die Analyse kostet 200–500 €, eine unsachgemäße Entsorgung asbesthaltiger Materialien kann hingegen Bußgelder im fünfstelligen Bereich nach sich ziehen.