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Ratgeber

Einliegerwohnung in Frankfurt am Main: Kosten, Genehmigungen und Ablauf 2026

40.000 € – 120.000 €
Typische Gesamtkosten
12 Wochen
Typische Projektdauer
11 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Einliegerwohnung in Frankfurt am Main?

Der Umbau zu einer Einliegerwohnung gehört zu den kostenintensiveren Maßnahmen im Bereich An- und Umbau – und in Frankfurt am Main zahlen Sie aufgrund des hohen Preisniveaus spürbar mehr als im Bundesdurchschnitt. Während bundesweit Gesamtkosten von 40.000 bis 100.000 Euro realistisch sind, müssen Frankfurter Bauherren mit 55.000 bis 120.000 Euro kalkulieren. Der Grund: Handwerkerlöhne, Materialpreise und Genehmigungsgebühren liegen in der Mainmetropole 15 bis 25 Prozent über dem nationalen Mittel.

Die tatsächlichen Kosten hängen stark vom Ausgangszustand der Immobilie ab. Ein Nachkriegsbau aus den 1950er- oder 1960er-Jahren – in Frankfurt besonders häufig anzutreffen – erfordert oft umfangreiche Vorarbeiten: veraltete Elektroinstallationen, unzureichende Dämmung und nicht mehr normgerechte Sanitäranlagen treiben das Budget nach oben.

Gewerk / LeistungKosten (Frankfurt)Hinweis
Rohbauarbeiten (Wände, Öffnungen)5.000 – 18.000 €Je nach Tragwerk und Grundrissänderungen
Trockenbau / Raumaufteilung4.000 – 12.000 €Schallschutz nach DIN 4109 beachten
Elektroinstallation5.000 – 14.000 €Eigener Zähler, Unterverteilung
Sanitärinstallation6.000 – 16.000 €Bad, Küche, Leitungsführung
Heizung / Heizkörper4.000 – 10.000 €Ggf. eigener Heizkreis oder Wärmemengenzähler
Fenster & Türen3.000 – 10.000 €Schallschutz bei Hochhausumfeld relevant
Estrich2.500 – 7.000 €Trittschallschutz zwischen den Einheiten
Malerarbeiten2.000 – 6.000 €Inkl. Spachtel- und Grundierarbeiten
Fliesen2.500 – 8.000 €Bad und Küche, Material extra
Bodenbeläge2.000 – 7.000 €Parkett, Laminat oder Vinyl
Tischler / Einbauschränke2.000 – 8.000 €Küche, Einbauschränke, Türzargen
Planung, Genehmigung, Nebenkosten3.000 – 8.000 €Architekt, Statiker, Bauantrag
Gesamt40.000 – 120.000 €Je nach Ausstattung und Ausgangszustand
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Spacious and clean interior room with hardwood flooring and large windows providing natural light.
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Beteiligte Gewerke beim Einliegerwohnungs-Umbau

Ein Einliegerwohnungs-Umbau ist ein Vollprojekt: Nahezu alle Gewerke des Innenausbaus sind beteiligt. Die Koordination ist entscheidend – falsche Reihenfolge kostet Zeit und Geld.

1 Rohbau
Öffnungen für Türen und Fenster, Abbruch nicht tragender Wände, ggf. Unterfangungen. In Frankfurter Nachkriegsbauten oft Stahlbetondecken – Kernbohrungen sind Standard.
2 Trockenbau
Neue Raumaufteilung, Vorwandinstallationen für Sanitär, Schallschutzwände zwischen Haupt- und Einliegerwohnung. Mindestens Schallschutzklasse III nach DIN 4109 einhalten.
3 Elektro
Eigener Stromzähler und Unterverteilung für die Einliegerwohnung sind Pflicht. Planung nach aktueller VDE-Norm, ggf. Leerrohre für spätere Erweiterungen.
4 Sanitär
Vollbad oder Duschbad, Küchen-Wasseranschluss, separate Kaltwasserzähler. Leitungsführung im Bestand oft aufwendig – Vorwandinstallation spart Stemmarbeiten.
5 Heizung
Eigener Heizkreis oder Wärmemengenzähler für Nebenkostenabrechnung. Bei Fernwärme (in Frankfurt weit verbreitet) Abstimmung mit Mainova erforderlich.
6 Fenster & Türen
Schallschutzfenster besonders wichtig in verkehrsreichen Lagen (Sachsenhausen, Nordend). Wohnungseingangstür mit Schallschutz T30 empfohlen.
7 Estrich
Trittschalldämmung zwischen den Wohneinheiten ist gesetzlich vorgeschrieben. Trocknungszeit von 4–6 Wochen einplanen – kritischer Pfad im Zeitplan.
8 Maler
Spachtel, Grundierung, Anstrich. Reihenfolge: nach Trockenbau und vor Bodenbelag. Qualität sichtbar – hier nicht sparen.
9 Fliesen
Bad und Küche. Feuchtigkeitssperre (Verbundabdichtung) im Nassbereich Pflicht. Materialkosten separat kalkulieren.
10 Bodenbeläge
Parkett, Laminat oder Designvinyl – je nach Budget und Nutzung. Auf ausreichende Estrichfeuchte warten (CM-Messung).
11 Tischler
Küchenmontage, Einbauschränke, Türzargen und -blätter. Oft letztes Gewerk – Maßgenauigkeit entscheidend.
Wooden table with chairs placed near counter and cabinets in modern spacious kitchen decorated with potted plants and framed pictures in daylight
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Ablauf: Von der Planung bis zur Übergabe

Ein realistischer Zeitplan für eine Einliegerwohnung in Frankfurt umfasst 12 Wochen reine Bauzeit – zuzüglich 4 bis 8 Wochen für Planung und Genehmigung. Planen Sie großzügig: Handwerkerengpässe in Frankfurt sind real.

1
Bestandsaufnahme & Planung
2–4 Wochen
Architekt oder Bausachverständiger prüft Tragwerk, Leitungsführung und Schallschutz. Grundrissplanung, Kostenschätzung und Leistungsverzeichnis werden erstellt.
2
Baugenehmigung beim Stadtplanungsamt Frankfurt
4–8 Wochen
Bauantrag nach HBO (Hessische Bauordnung) einreichen. Nutzungsänderung zur separaten Wohneinheit ist genehmigungspflichtig. Frühzeitig einreichen – Bearbeitungszeiten variieren.
3
Rohbau & Abbruch
1–2 Wochen
Wände öffnen, Kernbohrungen, Abbruch nicht tragender Bauteile. Statiker muss Freigabe für tragende Eingriffe erteilen.
4
Rohinstallationen (Elektro, Sanitär, Heizung)
2–3 Wochen
Leitungen werden vor dem Trockenbau verlegt. Alle drei Gewerke müssen koordiniert werden – Überschneidungen vermeiden.
5
Trockenbau & Estrich
2–3 Wochen + Trocknungszeit
Trennwände, Vorwandinstallationen, Estrich einbringen. Anschließend 4–6 Wochen Trocknungszeit – in dieser Phase können Fenster und Türen eingebaut werden.
6
Innenausbau: Fliesen, Maler, Böden
3–4 Wochen
Nassbereich zuerst (Fliesen), dann Malerarbeiten, zuletzt Bodenbeläge. Reihenfolge strikt einhalten, um Beschädigungen zu vermeiden.
7
Endmontagen & Abnahme
1–2 Wochen
Sanitärobjekte, Küche, Türen, Elektro-Endmontage. Bauabnahme durch Architekt oder Sachverständigen, Übergabe an Mieter.
Elegant Scandinavian-style living room and kitchen featuring modern furniture and decor.
Foto: Viaceslav Kat / Pexels

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

⚠️
Schallschutz unterschätzt: Der häufigste und teuerste Fehler beim Einliegerwohnungs-Umbau. Nachträgliche Schallschutzmaßnahmen kosten ein Vielfaches der vorbeugenden Planung. Bestehen Sie auf einem Schallschutznachweis nach DIN 4109 vor Baubeginn.
⚠️
Ohne Genehmigung bauen: Eine Einliegerwohnung ist in Frankfurt genehmigungspflichtig. Wer ohne Bauantrag umbaut, riskiert Rückbauanordnungen und Bußgelder. Das Stadtplanungsamt Frankfurt prüft auch die Einhaltung der HBO.
⚠️
Zu knappe Budgetplanung: Kalkulieren Sie immer eine Reserve von 15–20 Prozent ein. Gerade in Frankfurter Altbauten und Nachkriegsgebäuden tauchen beim Öffnen von Wänden regelmäßig Überraschungen auf: Asbest, marode Leitungen, fehlende Statik.
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Gewerke nicht koordiniert: Wenn Elektriker, Sanitär und Heizungsbauer nicht aufeinander abgestimmt sind, entstehen teure Nacharbeiten. Eine professionelle Bauleitung oder eine Plattform wie byndl, die Gewerke koordiniert, zahlt sich hier aus.

Rechtliche Fallstricke bei der Einliegerwohnung

Eine Einliegerwohnung ist rechtlich eine eigenständige Wohneinheit – mit allen Konsequenzen. Das bedeutet: eigener Mietvertrag, Betriebskostenabrechnung, Heizkostenverordnung und Mietrecht gelten vollumfänglich. Außerdem müssen Sie die Wohnung dem Einwohnermeldeamt melden und ggf. eine Zweckentfremdungsgenehmigung prüfen – in Frankfurt ist die Zweckentfremdungssatzung aktiv.

Einliegerwohnung – Spacious empty room with hardwood floors, ceiling fan, and natural light from windows.
Foto: Curtis Adams / Pexels

Besonderheiten in Frankfurt am Main

Bausubstanz: Nachkriegsbauten dominieren

Frankfurt wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Der Wiederaufbau in den 1950er- und 1960er-Jahren prägt heute weite Teile des Stadtbilds – besonders in Sachsenhausen, Bornheim, Bockenheim und dem Nordend. Diese Nachkriegsbauten haben typische Eigenschaften, die beim Einliegerwohnungs-Umbau relevant sind: Stahlbetondecken mit geringer Schalldämmung, veraltete Elektroinstallationen (Aluminium-Leitungen!), Asbestbelastung in Bodenbelägen und Fugenmassen sowie oft unzureichende Wärmedämmung.

Hessische Bauordnung und lokale Vorschriften

In Hessen gilt die HBO 2018 in der aktuellen Fassung. Für Einliegerwohnungen relevant: Die Nutzungsänderung zu einer eigenständigen Wohneinheit ist nach § 57 HBO genehmigungspflichtig, sofern sie nicht unter die Verfahrensfreiheit fällt. Das Stadtplanungsamt Frankfurt (Dezernat Stadtentwicklung) ist zuständig. Bearbeitungszeiten betragen aktuell 6 bis 12 Wochen – planen Sie das in Ihren Gesamtzeitplan ein. Zusätzlich gilt die Hessische Energiesparverordnung: Bei Umbaumaßnahmen über 10 Prozent der Gebäudehülle greift die GEG-Pflicht zur energetischen Ertüchtigung.

Stadtteile mit besonderer Relevanz

Einliegerwohnungen sind in Frankfurt besonders in folgenden Stadtteilen gefragt und sinnvoll: Sachsenhausen (viele Mehrfamilienhäuser mit ungenutzten Dach- oder Kellergeschossen), Bornheim (gründerzeitliche und Nachkriegsbauten mit Potenzial), Bockenheim (studentische Nachfrage, hohe Mietrenditen), Niederrad und Griesheim (Einfamilienhäuser mit Ausbaupotenzial im EG oder DG) sowie Bergen-Enkheim und Seckbach (Einfamilienhausgebiete, wo Einliegerwohnungen klassisch zur Eigennutzung mit Mieteinnahmen kombiniert werden).

Mainhochwasser und Kellergeschosse

Wer eine Einliegerwohnung im Erdgeschoss oder Kellergeschoss plant, muss in Frankfurt das Hochwasserrisiko berücksichtigen. Besonders betroffen sind Sachsenhausen, Niederrad, Griesheim und Teile von Höchst. Das Stadtplanungsamt Frankfurt stellt Hochwassergefahrenkarten bereit. Für Wohnnutzung im Kellergeschoss in Überschwemmungsgebieten kann eine Genehmigung verweigert werden. Mindestens sind hochwasserresistente Materialien und rückstausichere Abwasserinstallationen Pflicht.

Hochhausumfeld und Schallschutz

Frankfurt ist Deutschlands Hochhausstadt – und das beeinflusst auch den Schallschutz in angrenzenden Wohngebieten. Verkehrslärm, Fluglärm (Nähe zum Flughafen) und urbaner Lärm machen Schallschutzfenster in vielen Frankfurter Lagen zur Pflicht, nicht zur Kür. Für Einliegerwohnungen gilt zusätzlich der Trennwandschallschutz zwischen den Einheiten – hier empfehlen Sachverständige in Frankfurt mindestens Schallschutzklasse III (bewohnter Bereich).

Preisniveau im Vergleich

Frankfurt gehört zu den teuersten Handwerkermärkten Deutschlands. Vergleichbare Umbaumaßnahmen kosten in Frankfurt 15 bis 25 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt und 10 bis 15 Prozent mehr als in anderen hessischen Großstädten wie Wiesbaden oder Kassel. Ursachen: hohe Lebenshaltungskosten für Handwerker, Parkgebühren und Zufahrtsbeschränkungen in der Innenstadt sowie eine hohe Auslastung der Betriebe. Holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote ein – und nutzen Sie Plattformen, die Ihnen dabei helfen, lokale Handwerker effizient zu finden.

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Häufige Fragen zur Einliegerwohnung in Frankfurt am Main

Ja, in der Regel ist eine Baugenehmigung erforderlich. Die Schaffung einer eigenständigen Wohneinheit gilt als Nutzungsänderung und ist nach der Hessischen Bauordnung (HBO) genehmigungspflichtig. Zuständig ist das Stadtplanungsamt Frankfurt. Planen Sie 4 bis 8 Wochen Bearbeitungszeit ein.
Die reine Bauzeit beträgt etwa 12 Wochen. Hinzu kommen 4 bis 8 Wochen für Planung und Genehmigung sowie 4 bis 6 Wochen Estrich-Trocknungszeit, die parallel zur Bauzeit laufen kann. Realistisch sollten Sie von Planungsbeginn bis Einzug 5 bis 7 Monate einplanen.
In Frankfurt müssen Sie mit 55.000 bis 120.000 Euro rechnen – je nach Ausgangszustand, Größe und Ausstattung. Das liegt 15 bis 25 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Hauptkostentreiber sind Sanitär, Elektro und Schallschutzmaßnahmen.
Zwischen den Wohneinheiten muss der Schallschutz nach DIN 4109 eingehalten werden. Für Trennwände und Decken gilt mindestens Schallschutzklasse II, empfohlen wird Klasse III. In Frankfurt ist aufgrund des urbanen Lärms auch der Außenschallschutz (Fenster) besonders relevant.
Das ist möglich, aber in Frankfurt mit Vorsicht zu planen. In hochwassergefährdeten Lagen (Sachsenhausen, Niederrad, Griesheim) kann eine Genehmigung für Wohnnutzung im Keller verweigert werden. Mindestens sind rückstausichere Abwasserinstallationen und hochwasserresistente Materialien Pflicht. Prüfen Sie die Hochwassergefahrenkarte der Stadt Frankfurt.
Ja, in der Regel sehr gut. Frankfurter Mietpreise liegen je nach Stadtteil bei 14 bis 22 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete. Eine 50 Quadratmeter große Einliegerwohnung erzielt monatlich 700 bis 1.100 Euro Miete. Bei Investitionskosten von 80.000 Euro amortisiert sich die Maßnahme in 7 bis 10 Jahren – ohne Wertsteigerung der Immobilie.