An empty room with hard wood floors and white walls
Ratgeber

Einliegerwohnung in München: Kosten, Genehmigung und Ablauf 2026

40.000 € – 120.000 €
Typische Gesamtkosten
12 Wochen
Typische Projektdauer
11 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Einliegerwohnung in München?

Der Einbau einer Einliegerwohnung in München gehört zu den kostspieligsten Umbaumaßnahmen im Wohnbereich – und das aus gutem Grund: Das Münchner Preisniveau liegt bei Handwerkerleistungen durchschnittlich 25–40 % über dem Bundesdurchschnitt. Während Sie in anderen deutschen Großstädten mit 40.000 bis 80.000 € für einen soliden Ausbau rechnen können, müssen Sie in München realistisch mit 60.000 bis 120.000 € kalkulieren.

Die Spannbreite erklärt sich durch den Ausgangszustand der Immobilie, die Größe der geplanten Einheit sowie den Ausbaustandard. Ein Dachgeschossausbau in einem Altbau in Schwabing oder Haidhausen erfordert oft aufwendige Statikarbeiten und Wärmedämmmaßnahmen, die den Kostenrahmen nach oben treiben. Ein Kellerausbau in einem Neubau in Riem oder Freiham ist dagegen strukturell einfacher, aber ebenfalls nicht günstig.

Gewerk / LeistungKosten München (€)Hinweis
Rohbauarbeiten (Wände, Öffnungen, Statik)8.000 – 20.000Je nach Eingriff in tragende Bauteile
Trockenbau (Wände, Decken, Schallschutz)5.000 – 12.000Schallschutz besonders wichtig bei Einliegerwohnungen
Elektroinstallation (eigener Zähler)4.000 – 9.000Separater Stromzähler gesetzlich erforderlich
Sanitärinstallation (Bad, Küche)6.000 – 15.000Inkl. Leitungsverlegung und Anschlüsse
Heizung (Anschluss oder eigene Einheit)3.000 – 10.000Eigene Heizkostenabrechnung empfohlen
Fenster und Außentüren3.000 – 8.000Ggf. Denkmalschutzauflagen in München
Estrich2.500 – 6.000Trocknungszeit einplanen (4–6 Wochen)
Malerarbeiten2.000 – 5.000Inkl. Grundierung und Deckenanstrich
Fliesen (Bad, Küche)2.500 – 7.000Materialkosten stark variabel
Bodenbeläge (Parkett, Laminat, Vinyl)2.500 – 6.000Ca. 50–80 m² typische Einliegerwohnung
Tischler / Einbauküche / Türen3.000 – 10.000Inkl. Innentüren und Zargen
Planung, Genehmigung, Baubegleitung3.000 – 8.000Architekt oder Bausachverständiger empfohlen
Gesamt40.000 – 120.000 €Je nach Größe und Ausbaustandard
💡
Spartipp mit byndl: Auf der Plattform byndl werden ähnliche Bauprojekte in Ihrer Nachbarschaft gebündelt. Handwerker sparen dadurch Anfahrtskosten und geben diese Ersparnis an Sie weiter – in München, wo Handwerker oft weite Wege haben, kann das 5–15 % der Gesamtkosten ausmachen. Zusätzlich erstellt byndl automatisch ein professionelles Leistungsverzeichnis, das Ihnen bei der Angebotseinholung Zeit spart.
Spacious and clean interior room with hardwood flooring and large windows providing natural light.
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Beteiligte Gewerke beim Einliegerwohnungsausbau

Eine Einliegerwohnung ist kein Einzelgewerk-Projekt – hier müssen bis zu elf Fachbereiche koordiniert werden. Die richtige Reihenfolge ist entscheidend, um teure Nacharbeiten zu vermeiden.

1 Rohbau
Öffnungen für Türen und Fenster, Abbruch nicht tragender Wände, ggf. Stahlträger einsetzen. Statiker vorab beauftragen.
2 Trockenbau
Trennwände, abgehängte Decken, Schallschutzmaßnahmen zwischen Haupt- und Einliegerwohnung. Schallschutzklasse T nach DIN 4109 einhalten.
3 Elektro
Eigener Zähler und Unterverteilung, separate Leitungsführung, Datennetz, Klingel- und Gegensprechanlage.
4 Sanitär
Eigenes Bad und Küchenanschlüsse, separate Wasserzähler empfohlen, Leitungsverlegung in Wänden und Böden.
5 Heizung
Anschluss an bestehende Anlage oder eigene Einheit, Heizkostenverteiler für separate Abrechnung, ggf. Fußbodenheizung.
6 Fenster
Neue Fenster oder Dachflächenfenster, Wärmeschutz nach GEG, in Altbaugebieten ggf. Gestaltungsvorgaben beachten.
7 Estrich
Ausgleichsestrich oder Fließestrich, Trittschalldämmung darunter, lange Trocknungszeiten einplanen.
8 Maler
Grundierung, Wandfarbe, Deckenanstrich, ggf. Tapezierarbeiten. Letztes Gewerk vor dem Einzug.
9 Fliesen
Bad und Küchenspiegel, Bodenfliesen im Nassbereich, Verfugung und Silikonfugen.
10 Bodenbeläge
Parkett, Laminat oder Vinyl in Wohn- und Schlafbereichen, Verlegung nach Estrichtrocknung.
11 Tischler
Innentüren mit Zargen, Einbauküche, Einbauschränke, ggf. Treppen bei Maisonette-Lösungen.
Wooden table with chairs placed near counter and cabinets in modern spacious kitchen decorated with potted plants and framed pictures in daylight
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Ablauf: Von der Planung bis zur Vermietung

12 Wochen Bauzeit sind realistisch – aber nur, wenn Planung und Genehmigung vorab abgeschlossen sind. In München sollten Sie für den Genehmigungsprozess allein 8–16 Wochen einplanen.

1
Bestandsaufnahme und Planung
2–4 Wochen
Architekt oder Bausachverständiger beaufftragen, Grundriss aufnehmen, Machbarkeitsstudie erstellen, Statiker einbeziehen, Nutzungskonzept festlegen.
2
Baugenehmigung beim Baureferat München
8–16 Wochen
Bauantrag mit Plänen einreichen, Nutzungsänderung beantragen, Nachbarschaftszustimmung einholen. Das Baureferat München ist bekannt für lange Bearbeitungszeiten – früh starten.
3
Ausschreibung und Handwerkerauswahl
2–3 Wochen
Leistungsverzeichnisse erstellen, mindestens 3 Angebote pro Gewerk einholen, Referenzen prüfen, Verträge abschließen.
4
Rohbau und Installationen
3–4 Wochen
Abbruch, Wandöffnungen, Rohinstallation Elektro/Sanitär/Heizung, Trockenbau. Alle Leitungen müssen vor dem Estrich verlegt sein.
5
Estrich und Trocknungsphase
4–6 Wochen
Estrich einbringen, Trocknungszeit abwarten (bei Fließestrich ca. 1 Woche pro cm Schichtdicke). Keine Folgegewerke vorher möglich.
6
Ausbau und Fertigstellung
3–4 Wochen
Fliesen, Bodenbeläge, Fenster, Türen, Sanitärobjekte einbauen, Maler abschließen, Küche montieren.
7
Abnahme und Übergabe
1 Woche
Bauabnahme mit Handwerkern, Mängelprotokoll erstellen, Zähleranmeldung beim Netzbetreiber, Wohnungsübergabe an Mieter.
Elegant Scandinavian-style living room and kitchen featuring modern furniture and decor.
Foto: Viaceslav Kat / Pexels

Die 5 häufigsten Fehler beim Einliegerwohnungsausbau

1. Ohne Baugenehmigung starten

Eine Einliegerwohnung ist in Bayern eine Nutzungsänderung und damit genehmigungspflichtig. Wer ohne Genehmigung baut, riskiert Bußgelder bis 500.000 € und im schlimmsten Fall den Rückbau auf eigene Kosten. In München prüft das Baureferat auch nachträglich – besonders bei Mietstreitigkeiten oder Verkauf der Immobilie.

⚠️
Achtung Nutzungsänderung: Auch wenn Sie nur einen Teil Ihres Hauses abtrennen, handelt es sich rechtlich um eine neue Wohneinheit. Die Bayerische Bauordnung (BayBO) schreibt vor, dass jede Wohnung über eigene Sanitäranlagen, eine Kochgelegenheit und einen eigenen Zugang verfügen muss.

2. Schallschutz unterschätzen

Der häufigste Streitgrund zwischen Eigentümer und Mieter in Einliegerwohnungen ist mangelnder Schallschutz. Die DIN 4109 schreibt Mindestanforderungen vor, aber für Wohnfrieden empfiehlt sich der erhöhte Schallschutz nach Beiblatt 2. Besonders in Münchner Altbauten mit Holzbalkendecken ist nachträglicher Schallschutz aufwendig und teuer – besser von Anfang an richtig planen.

3. Estrichtrocknungszeit ignorieren

Viele Bauherren unterschätzen, dass Estrich 4–6 Wochen trocknen muss, bevor Bodenbeläge verlegt werden können. Wer diesen Puffer nicht einplant, riskiert Schimmel unter dem Parkett und teure Sanierungen. Schnelltrocknende Estriche sind teurer, aber in München oft sinnvoll, um Handwerkerstandzeiten zu minimieren.

4. Separate Zähler vergessen

Ohne eigenen Strom- und Wasserzähler können Sie keine verbrauchsabhängige Nebenkostenabrechnung erstellen. Das führt zu Streitigkeiten und ist steuerlich problematisch. Planen Sie die Zählerinstallation von Anfang an ein – der Netzbetreiber (in München: SWM) muss frühzeitig informiert werden.

5. Zu wenig Angebote einholen

In München sind Handwerker stark ausgelastet. Wer nur ein Angebot einholt, zahlt oft 20–30 % mehr als nötig. Holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote pro Gewerk ein und prüfen Sie Referenzen. Plattformen wie byndl helfen dabei, qualifizierte regionale Handwerker zu finden und durch Projektbündelung günstigere Konditionen zu erzielen.

Einliegerwohnung – Spacious empty room with hardwood floors, ceiling fan, and natural light from windows.
Foto: Curtis Adams / Pexels

Besonderheiten in München

Bayerische Bauordnung und Genehmigungspraxis

München unterliegt der Bayerischen Bauordnung (BayBO), die in einigen Punkten strenger ist als das Bundesrecht. Für Einliegerwohnungen relevant: Jede Wohneinheit benötigt einen eigenen, von außen zugänglichen Eingang – ein reiner Innenflurtrennung reicht nicht. Das Baureferat München (Referat für Stadtplanung und Bauordnung) ist für Genehmigungen zuständig und bekannt für Bearbeitungszeiten von 3–6 Monaten. Planen Sie entsprechend früh.

Gestaltungssatzungen in Altbauquartieren

In Stadtteilen wie Schwabing, Maxvorstadt, Haidhausen, Giesing und Bogenhausen gelten teils strenge Gestaltungssatzungen. Diese regeln unter anderem Fensterformate, Fassadengestaltung und Dachaufbauten. Wer in einem Denkmalschutzgebiet baut, braucht zusätzlich eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Das kann den Genehmigungsprozess um weitere 4–8 Wochen verlängern.

Altbausubstanz und typische Herausforderungen

München hat einen überdurchschnittlich hohen Altbauanteil. Viele Gebäude aus der Gründerzeit (1880–1914) oder der Zwischenkriegszeit haben Holzbalkendecken, die für Schallschutzmaßnahmen aufwendig zu ertüchtigen sind. Außerdem finden sich häufig Bleirohre in der Wasserinstallation, die bei Umbauarbeiten ausgetauscht werden müssen – ein unerwarteter Kostenfaktor von 3.000–8.000 €. Lassen Sie die Bestandsinstallation vorab prüfen.

Preisniveau im Vergleich

Münchner Handwerkerpreise liegen je nach Gewerk 25–40 % über dem Bundesdurchschnitt. Ein Fliesenleger berechnet in München 60–90 €/m², bundesweit sind es 40–65 €/m². Elektriker verlangen 80–120 €/Stunde, bundesweit 55–85 €/Stunde. Dieser Aufschlag ist auf die hohen Lebenshaltungskosten, den Fachkräftemangel und die starke Auftragslage zurückzuführen.

Relevante Stadtteile

Besonders häufig werden Einliegerwohnungen in folgenden Münchner Stadtteilen realisiert: Schwabing und Maxvorstadt (große Altbauwohnungen mit Potenzial zur Abtrennung), Haidhausen und Au (sanierte Gründerzeitgebäude mit Nachfrage nach kleinen Wohneinheiten), Bogenhausen und Pasing (Einfamilienhäuser mit Einliegerwohnungspotenzial im Keller oder Dachgeschoss) sowie Neuperlach und Riem (Nachkriegsbauten mit strukturell einfacheren Umbaumöglichkeiten).

Wirtschaftlichkeit in München

Trotz hoher Umbaukosten ist die Einliegerwohnung in München eine der rentabelsten Investitionen im Immobilienbereich. Bei einem Investitionsvolumen von 80.000 € und einer erzielbaren Kaltmiete von 1.200–1.800 €/Monat (je nach Lage und Größe) amortisiert sich die Investition in 5–7 Jahren. Der Münchner Mietmarkt mit einer Leerstandsquote unter 1 % garantiert dabei eine schnelle Vermietung.

💡
Förderung nicht vergessen: Die KfW fördert energetische Maßnahmen im Rahmen des Einliegerwohnungsausbaus (z. B. Dämmung, neue Fenster, effiziente Heizung) mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen. In Bayern gibt es zusätzlich das BayernHeim-Programm für Mietwohnraum. Lassen Sie sich vor Baubeginn von einem Energieberater beraten – die Beratungskosten sind ebenfalls förderfähig.

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Häufige Fragen zur Einliegerwohnung in München

Ja, in München ist der Einbau einer Einliegerwohnung immer genehmigungspflichtig, da es sich um eine Nutzungsänderung handelt. Sie müssen einen Bauantrag beim Baureferat München stellen. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 3–6 Monate, weshalb Sie früh mit der Planung beginnen sollten.
Die reine Bauzeit beträgt etwa 12 Wochen. Hinzu kommen 2–4 Wochen Planungsphase und 8–16 Wochen für die Baugenehmigung. Insgesamt sollten Sie von der ersten Planung bis zur Vermietung 6–9 Monate einplanen. Die Estrichtrocknungszeit von 4–6 Wochen ist dabei der größte Zeitfaktor.
Laut Bayerischer Bauordnung (BayBO) muss jede Wohneinheit über einen eigenen Zugang von außen, ein eigenes Bad mit WC, eine Kochgelegenheit sowie eigene Zähler für Strom und Wasser verfügen. Außerdem sind Mindestanforderungen an Schallschutz, Wärmeschutz und Raumhöhe (mindestens 2,40 m) einzuhalten.
Je nach Lage, Größe und Ausstattung sind in München Kaltmieten von 15–25 €/m² realistisch. Bei einer 50 m² großen Einliegerwohnung entspricht das 750–1.250 € Kaltmiete pro Monat. In begehrten Lagen wie Schwabing, Haidhausen oder Bogenhausen sind auch höhere Mieten erzielbar.
Grundsätzlich ja, aber Kellerräume müssen bestimmte Mindestanforderungen erfüllen: ausreichende Raumhöhe (mindestens 2,40 m), natürliche Belichtung durch Fenster, ausreichende Belüftung und Feuchtigkeitsschutz. In München sind viele Altbaukeller zu niedrig oder zu feucht – lassen Sie die Machbarkeit vorab von einem Fachmann prüfen.
Die KfW fördert energetische Maßnahmen im Rahmen des Umbaus (Programm 261 für Einzelmaßnahmen). In Bayern gibt es zusätzlich das BayernHeim-Programm für die Schaffung von Mietwohnraum. Außerdem sind die Umbaukosten steuerlich als Werbungskosten absetzbar, sofern die Wohnung vermietet wird. Ein Steuerberater sollte frühzeitig einbezogen werden.