white wooden door near brown wooden parquet floor
Ratgeber

Raumzusammenlegung & Raumteilung in Stuttgart: Kosten, Ablauf und Tipps 2026

3.000 € – 15.000 €
Typische Gesamtkosten
2 Wochen
Typische Projektdauer
5 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung in Stuttgart?

Eine Raumzusammenlegung oder -teilung gehört zu den häufigsten Umbaumaßnahmen im Wohnbereich. In Stuttgart müssen Sie – bedingt durch das hohe Preisniveau und die spezifische Bausubstanz der Stadt – mit Gesamtkosten zwischen 3.000 und 15.000 Euro rechnen. Das liegt rund 15–20 % über dem Bundesdurchschnitt von 2.500–12.500 Euro. Entscheidend für die Kosten ist vor allem, ob eine tragende Wand betroffen ist und welcher Aufwand für Elektrik, Trockenbau und Malerarbeiten anfällt.

LeistungKosten (ca.)Hinweis
Abbruch einer nicht-tragenden Wand500–1.500 €Inkl. Entsorgung, ohne Statik
Abbruch einer tragenden Wand inkl. Stahlträger2.500–6.000 €Statiker zwingend erforderlich
Neue Trennwand (Trockenbau, ca. 12 m²)800–2.500 €Inkl. Dämmung und Verspachtelung
Elektroarbeiten (Verlegen/Anpassen)400–1.500 €Steckdosen, Licht, ggf. Heizung
Malerarbeiten (Wände + Decke)300–1.200 €Abhängig von Raumgröße
Statiker / Bauantrag500–1.500 €Bei tragenden Wänden Pflicht
Gesamt (typisch)3.000–15.000 €Je nach Umfang und Wandtyp
⚠️
Achtung bei Altbauten: In Stuttgarter Gründerzeitbauten – etwa in Heslach, West oder Gablenberg – sind viele Innenwände aus massivem Ziegelmauerwerk. Das erhöht den Abbruchaufwand und damit die Kosten erheblich. Lassen Sie den Wandtyp vorab durch einen Sachverständigen klären.
white wooden door on white painted wall
Foto: Point3D Commercial Imaging Ltd. / Pexels

Beteiligte Gewerke bei der Raumumgestaltung

Eine Raumzusammenlegung oder -teilung ist kein Ein-Mann-Job. In der Regel sind fünf Gewerke beteiligt, die sauber koordiniert werden müssen, damit kein Handwerker auf den anderen warten muss.

1 Abbruch
Rückbau der bestehenden Wand, Entsorgung des Bauschutts, ggf. Kernbohrungen. Bei tragenden Wänden erst nach Freigabe durch den Statiker.
2 Rohbau
Einbau von Stahlträgern (IPN/IPE) bei tragenden Wänden, Stützkonstruktionen, Anpassung von Decken- und Bodenaufbauten.
3 Trockenbau
Errichtung neuer Trennwände aus Metallständerwerk mit Gipskartonplatten, Schallschutz-Dämmung, Türzargen setzen.
4 Elektrik
Verlegen neuer Leitungen, Anpassen von Steckdosen, Lichtschaltern und ggf. Heizkörperventilen. Zertifizierter Elektrofachbetrieb erforderlich.
5 Maler
Spachteln, Grundieren, Streichen aller neuen und angrenzenden Flächen. Abschlussarbeiten für ein sauberes Gesamtbild.
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A hallway with a white wall and wooden floors
Foto: Alex Tyson / Pexels

Ablauf: So läuft eine Raumumgestaltung in 2 Wochen ab

Bei konsequenter Planung und guter Handwerkerkoordination ist eine Raumzusammenlegung oder -teilung in rund zwei Wochen abgeschlossen. Hier der typische Ablauf:

1
Planung & Statik
1–3 Tage (vor Baubeginn)
Klärung ob tragende Wand betroffen ist. Bei tragenden Wänden: Statiker beauftragen, Stahlträger dimensionieren lassen. In Stuttgart ggf. Baurechtsamt (Stadtplanungsamt) kontaktieren, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist.
2
Abbruch & Rohbau
2–4 Tage
Rückbau der Wand, Einbau des Stahlträgers (bei tragender Wand), Entsorgung des Bauschutts. In Stuttgarter Altbauten mit massivem Mauerwerk kann dieser Schritt einen Tag länger dauern.
3
Trockenbau (bei Raumteilung)
1–2 Tage
Aufstellen des Metallständerwerks, Verlegen der Dämmung, beidseitige Beplankung mit Gipskarton, Türzarge einsetzen.
4
Elektroarbeiten
1–2 Tage
Neue Leitungen ziehen, Steckdosen und Schalter setzen, Beleuchtungsanschlüsse anpassen. Arbeiten parallel zum Trockenbau möglich.
5
Spachteln & Trocknen
2–3 Tage
Fugen und Übergänge verspachteln, Trocknungszeit einhalten. In der Stuttgarter Kessellage mit erhöhter Luftfeuchtigkeit im Herbst/Winter kann die Trocknungszeit länger ausfallen.
6
Malerarbeiten & Abschluss
1–2 Tage
Grundierung, Anstrich aller neuen Flächen, Reinigung, Abnahme. Böden werden abschließend wieder verlegt oder angepasst.
A white room with wood floors and white walls
Foto: Alex Tyson / Pexels

Häufige Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Tragende Wand ohne Statiker entfernen

Der teuerste und gefährlichste Fehler überhaupt. In Stuttgarter Mehrfamilienhäusern – besonders in den dicht bebauten Stadtteilen Mitte, Süd und West – sind viele Innenwände tragend. Ohne statische Berechnung und fachgerechten Trägereinbau drohen Rissbildungen oder im Extremfall ein Deckeneinsturz. Ein Statiker kostet 500–1.000 Euro und ist bei tragenden Wänden keine Option, sondern Pflicht.

Fehler 2: Schallschutz vernachlässigen

Wer zwei Räume zusammenlegt, denkt selten an den Schallschutz der verbleibenden Wände. Wer einen Raum teilt, vergisst oft, dass eine einfache Gipskartonwand kaum Schall schluckt. Für Schlafzimmer oder Homeoffice sollten Sie mindestens eine doppelt beplankten Ständerwand mit Mineralwolle-Füllung einplanen. Der Mehraufwand beträgt ca. 200–400 Euro, spart aber dauerhaft Nerven.

Fehler 3: Elektrik unterschätzen

Beim Entfernen einer Wand werden häufig Leitungen durchtrennt oder müssen neu geführt werden. Lassen Sie vor dem Abbruch immer einen Elektriker die Leitungsführung prüfen. In Stuttgarter Altbauten aus den 1950er–1970er Jahren sind oft noch Aluminiumleitungen verbaut – diese müssen zwingend durch Kupferleitungen ersetzt werden.

Fehler 4: Baugenehmigung vergessen

In Baden-Württemberg ist eine Baugenehmigung für das Entfernen tragender Wände in der Regel erforderlich. Das Stadtplanungsamt Stuttgart (Stadtplanungsamt, Eberhardstraße 10) ist die zuständige Behörde. Nicht genehmigte Umbaumaßnahmen können beim Verkauf der Immobilie zu erheblichen Problemen führen.

⚠️
Mietrecht beachten: Als Mieter benötigen Sie für bauliche Veränderungen – auch für das Einziehen einer Trennwand – grundsätzlich die schriftliche Genehmigung des Vermieters. In Stuttgart ist das angesichts des angespannten Mietmarkts ein sensibles Thema.
Raumzusammenlegung / Raumteilung – Light studio apartment with soft bed and sofa against cabinets of white kitchen in simple modern design
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Besonderheiten in Stuttgart

Hanglage und Kessellage: Bausubstanz unter besonderen Bedingungen

Stuttgart ist für seine ausgeprägte Topografie bekannt: Viele Gebäude in Stadtteilen wie Degerloch, Gaisburg, Heslach, Bopser oder am Killesberg stehen in Hanglage. Das bedeutet, dass Gebäude oft auf unterschiedlichen Ebenen gegründet sind und Decken- und Wandkonstruktionen von der Norm abweichen können. Vor jedem Wanddurchbruch sollte die Konstruktion daher besonders sorgfältig geprüft werden.

Die Kessellage Stuttgarts führt zudem zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit, besonders in den Herbst- und Wintermonaten. Das verlängert Trocknungszeiten bei Spachtel- und Putzarbeiten und kann bei unzureichender Belüftung nach einer Raumzusammenlegung zu Schimmelbildung führen. Planen Sie nach dem Umbau eine ausreichende Lüftung ein – bei größeren Räumen ggf. eine kontrollierte Wohnraumlüftung.

Altbauanteil und typische Bausubstanz

Stuttgart hat einen mittleren Altbauanteil. Besonders in den Stadtteilen Stuttgart-West, Stuttgart-Süd, Gablenberg und Bad Cannstatt finden sich viele Gründerzeit- und Nachkriegsbauten. In diesen Gebäuden bestehen Innenwände häufig aus Kalksandstein oder Vollziegelmauerwerk mit Wandstärken von 11,5 bis 24 cm. Der Abbruch ist aufwendiger als bei modernen Leichtbauwänden und erfordert Stemmhammer oder Kernbohrmaschinen – was Lärm, Staub und Kosten erhöht.

Mineralquellen-Gebiet und Bodenbeschaffenheit

Stuttgart liegt im Mineralquellen-Gebiet. Obwohl dies für Raumumgestaltungen im Obergeschoss in der Regel keine direkte Relevanz hat, sollten Eigentümer von Erdgeschoss- oder Kellerräumen wissen, dass der Boden in Teilen der Stadt durch mineralisches Grundwasser beeinflusst sein kann. Bei Umbaumaßnahmen, die den Bodenaufbau betreffen, empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Stadtmessungsamt Stuttgart.

EnEV / GEG-Umsetzung in Stuttgart

Baden-Württemberg setzt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes streng um. Wenn Sie im Zuge einer Raumteilung neue Wände errichten, müssen diese die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz erfüllen (U-Wert ≤ 0,35 W/m²K für beheizte Räume). Das Stuttgarter Baurechtsamt prüft dies bei genehmigungspflichtigen Maßnahmen. Planen Sie daher von Anfang an eine ausreichende Dämmung in neue Trennwände ein.

Preisniveau im Vergleich

Stuttgart zählt zu den teuersten Handwerksmärkten in Baden-Württemberg. Stundenverrechnungssätze liegen je nach Gewerk zwischen 65 und 95 Euro netto – das sind 10–20 % mehr als im Bundesdurchschnitt. Hinzu kommen Parkgebühren und Zufahrtsbeschränkungen in der Innenstadt, die manche Handwerker als Aufschlag berechnen. Ein Preisvergleich über mehrere Angebote ist daher besonders wichtig.

💡
Stuttgarter Spartipp: Über byndl.de können Sie Ihren Umbauauftrag mit ähnlichen Projekten in Ihrer Nachbarschaft – etwa im gleichen Stuttgarter Stadtteil – bündeln. Handwerker, die ohnehin in der Gegend arbeiten, können Anfahrtskosten einsparen und bieten dadurch günstigere Preise. Gerade in Stuttgart mit seinen teuren Handwerkerstundensätzen macht das einen spürbaren Unterschied.

Welche Stadtteile sind besonders relevant?

Raumzusammenlegungen und -teilungen sind in Stuttgart vor allem in folgenden Stadtteilen gefragt:

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Häufige Fragen zur Raumzusammenlegung / Raumteilung in Stuttgart

In Baden-Württemberg ist für das Entfernen tragender Wände in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich. Zuständig ist das Stadtplanungsamt Stuttgart. Nicht tragende Wände sind in der Regel genehmigungsfrei, sollten aber dennoch mit einem Statiker abgeklärt werden.
Ein sicheres Urteil kann nur ein Statiker oder Bausachverständiger fällen. Als erste Orientierung gilt: Wände, die senkrecht zu den Deckenbalken verlaufen, sind häufig tragend. In Stuttgarter Altbauten aus Vollziegelmauerwerk sind viele Innenwände tragend – lassen Sie dies immer professionell prüfen, bevor Sie mit dem Abbruch beginnen.
Ein Statiker berechnet für die Beurteilung und Dimensionierung eines Stahlträgers bei einer Raumzusammenlegung in Stuttgart typischerweise 500–1.000 Euro. Bei komplexeren Konstruktionen oder wenn ein offizielles Standsicherheitsgutachten für den Bauantrag benötigt wird, können es bis zu 1.500 Euro sein.
In einem typischen Stuttgarter Altbau mit Vollziegelmauerwerk dauert die Raumzusammenlegung rund 2 Wochen. Der Abbruch massiver Ziegelwände ist aufwendiger als bei modernen Leichtbauwänden. Hinzu kommt, dass die Kessellage Stuttgarts die Trocknungszeiten bei Spachtel- und Malerarbeiten verlängern kann.
Als Mieter benötigen Sie für das Einziehen einer Trennwand grundsätzlich die schriftliche Genehmigung Ihres Vermieters. In Stuttgart ist das Mietrecht aufgrund des angespannten Wohnungsmarkts ein sensibles Thema. Klären Sie außerdem, ob die Wand beim Auszug wieder entfernt werden muss, und halten Sie alle Vereinbarungen schriftlich fest.
Für neue Trennwände zwischen Wohnräumen gilt nach DIN 4109 ein Mindest-Schalldämmmaß von 37 dB (Rw). Für Schlafzimmer oder Homeoffice empfehlen Fachleute mindestens 42 dB. Eine doppelt beplankten Ständerwand mit Mineralwolle-Füllung erreicht in der Regel 45–52 dB und ist damit für die meisten Anforderungen ausreichend.