white wooden door near brown wooden parquet floor
Ratgeber

Raumzusammenlegung & Raumteilung in München: Kosten, Ablauf und worauf Sie achten müssen

3.000 € – 15.000 €
Typische Gesamtkosten
2 Wochen
Typische Projektdauer
5 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung in München?

In München liegen die Kosten für eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung je nach Umfang zwischen 3.000 und 15.000 Euro. Damit bewegen Sie sich deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 2.500 bis 12.000 Euro – das Münchner Preisniveau liegt bei Handwerkerleistungen im Schnitt 25 bis 35 Prozent über dem bundesweiten Mittel. Ursachen sind hohe Lohnkosten, knappe Handwerkerkapazitäten und die besonderen Anforderungen an Münchner Altbausubstanz.

Die größten Kostentreiber sind der Abbruch tragender oder nicht tragender Wände, der Trockenbau für neue Trennwände sowie Elektro- und Malerarbeiten. Bei tragenden Wänden kommen Statikkosten und ggf. Stahlträger hinzu, was das Budget schnell in Richtung Obergrenze treibt.

LeistungKosten (München)Hinweis
Abbruch nicht tragender Wand (pro m²)80–150 €Inkl. Entsorgung, je nach Wandaufbau
Abbruch tragender Wand inkl. Stahlträger2.000–6.000 €Statikgutachten erforderlich
Statikgutachten500–1.500 €Pflicht bei tragenden Bauteilen
Trockenbau neue Trennwand (pro m²)60–120 €Inkl. Dämmung und Verspachtelung
Elektroarbeiten (Leitungen, Dosen, Schalter)500–2.500 €Abhängig von Leitungslängen
Malerarbeiten (Wände und Decken)400–1.800 €Inkl. Grundierung und 2 Anstriche
Bodenarbeiten (Ausgleich, Übergang)300–1.200 €Oft nötig bei unterschiedlichen Belägen
Gesamt3.000–15.000 €Je nach Wandtyp und Umfang
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Achtung bei Altbauten: In Münchner Gründerzeitbauten (Schwabing, Maxvorstadt, Haidhausen) sind viele Wände aus Ziegelmauerwerk mit bis zu 38 cm Stärke. Abbruch und Entsorgung sind hier deutlich aufwändiger und teurer als bei modernen Leichtbauwänden.
white wooden door on white painted wall
Foto: Point3D Commercial Imaging Ltd. / Pexels

Beteiligte Gewerke bei der Raumzusammenlegung

Eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung ist kein Ein-Mann-Job. Je nach Umfang sind bis zu fünf Gewerke beteiligt, die sauber koordiniert werden müssen, damit keine Wartezeiten entstehen und der Zeitplan von rund zwei Wochen eingehalten wird.

1 Abbruch
Rückbau der bestehenden Wand inkl. Staubschutz, Kernbohrungen und fachgerechter Entsorgung des Bauschutts. Bei tragenden Wänden muss vorher ein Stahlträger eingebaut werden.
2 Rohbau / Statik
Einbau von Stahlträgern (IPE- oder HEA-Profile) bei tragenden Wänden, Stützkonstruktionen während der Bauphase, Ausführung nach Statikplan. In München oft durch einen zugelassenen Prüfingenieur abzunehmen.
3 Trockenbau
Errichtung neuer Trennwände aus Metallständerwerk mit Gipskartonbeplankung, Schallschutzeinlagen und Verspachtelung. Ermöglicht flexible Raumaufteilung ohne großen Rohbauaufwand.
4 Elektro
Verlegung neuer Leitungen, Einbau von Steckdosen, Schaltern und Leuchten entsprechend der neuen Raumaufteilung. Bestehende Leitungen in abgebrochenen Wänden müssen fachgerecht getrennt und neu geführt werden.
5 Maler
Abschlussarbeiten: Grundierung, Spachtelarbeiten an Anschlüssen, Decken- und Wandanstrich. Sorgt für ein sauberes Gesamtbild und schließt sichtbare Übergänge zwischen Alt- und Neubauteilen.
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A hallway with a white wall and wooden floors
Foto: Alex Tyson / Pexels

Ablauf: So läuft eine Raumzusammenlegung in 2 Wochen ab

1
Planung, Statik und Genehmigung
1–3 Wochen (vor Baubeginn)
Bestandsaufnahme, Klärung ob Wand tragend ist (Grundriss, Baupläne beim Baurechtsamt München beantragen), Beauftragung eines Statikers, ggf. Bauantrag oder Kenntnisgabe beim Referat für Stadtplanung und Bauordnung (RGU/KVR). In München kann der Genehmigungsvorlauf 4–8 Wochen betragen.
2
Vorbereitung und Staubschutz
Tag 1
Einrichten der Baustelle, Abkleben von Türen und Lüftungsöffnungen, Aufbau von Staubschutzwänden. Möbel und Böden werden geschützt. Elektriker trennt betroffene Stromkreise ab.
3
Abbruch und Rohbau
Tag 2–4
Rückbau der Wand, bei tragenden Wänden: Einbau des Stahlträgers mit temporären Stützen. Bauschutt wird täglich entsorgt. Rohbauer schließt Decke und Boden an den Wandanschlüssen sauber ab.
4
Trockenbau (bei Raumteilung)
Tag 3–6
Aufbau des Metallständerwerks, Einlegen der Schallschutzmatten, Beplankung mit Gipskarton, Verspachtelung der Fugen und Stöße. Türzargen werden eingebaut.
5
Elektroarbeiten
Tag 5–8
Verlegung neuer Leitungen in Schlitzen oder Installationskanälen, Einbau von Unterputzdosen, Anschluss an den Verteiler. Abnahme durch den Elektriker mit Messprotokoll.
6
Malerarbeiten und Bodenübergänge
Tag 8–12
Grundierung, Spachtelarbeiten, Decken- und Wandanstrich. Bodenübergänge werden mit Ausgleichsmasse oder Übergangsprofilen geschlossen. Abschlussreinigung.
7
Abnahme und Dokumentation
Tag 13–14
Gemeinsame Abnahme aller Gewerke, Mängelprotokoll, Übergabe der Dokumentation (Statiknachweis, Elektroprotokoll). Bei genehmigungspflichtigen Maßnahmen: Abnahme durch die Baubehörde.
A white room with wood floors and white walls
Foto: Alex Tyson / Pexels

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Tragende Wand ohne Statiker abreißen

Der häufigste und gefährlichste Fehler: Eigentümer reißen eine Wand ab, ohne vorher zu prüfen, ob sie tragend ist. In Münchner Altbauten aus der Gründerzeit (Baujahr 1870–1930) sind viele Innenwände aus massivem Ziegelmauerwerk und tragen Deckenlasten. Ohne Statiker und korrekte Abstützung droht im schlimmsten Fall ein Deckeneinsturz. Beauftragen Sie immer zuerst einen Statiker – die Kosten von 500 bis 1.500 Euro sind gut investiert.

Fehler 2: Genehmigungspflicht unterschätzen

In Bayern gilt die Bayerische Bauordnung (BayBO). Das Entfernen tragender Wände ist grundsätzlich genehmigungspflichtig oder zumindest kenntnisgabepflichtig. In München prüft das Referat für Stadtplanung und Bauordnung zusätzlich, ob Gestaltungssatzungen oder Denkmalschutzauflagen gelten – besonders in Schwabing, Maxvorstadt, Altstadt-Lehel und Haidhausen. Klären Sie die Genehmigungsfrage vor Baubeginn, nicht danach.

Fehler 3: Schallschutz vernachlässigen

Wer zwei Räume zusammenlegt, denkt selten an Schallschutz. Wer einen Raum teilt, muss ihn zwingend einplanen. Die DIN 4109 schreibt Mindestanforderungen vor. In Mehrfamilienhäusern – in München die Regel – gelten zusätzlich erhöhte Anforderungen. Eine Trockenbautrennwand ohne Schallschutzeinlage erreicht nur Rw ≈ 35 dB, die Norm fordert mindestens 40 dB. Planen Sie mindestens eine doppelte Beplankung und Mineralwolledämmung ein.

Fehler 4: Gewerke nicht koordinieren

Wenn Elektriker und Trockenbauer nicht aufeinander abgestimmt sind, entstehen teure Wartezeiten oder Doppelarbeiten. Legen Sie vor Baubeginn einen verbindlichen Ablaufplan fest und benennen Sie einen Ansprechpartner, der die Koordination übernimmt.

⚠️
WEG-Eigentümer aufgepasst: In Münchner Eigentumswohnungen müssen bauliche Veränderungen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen, von der Eigentümerversammlung genehmigt werden. Das gilt auch für das Entfernen von Wänden, die als Gemeinschaftseigentum eingestuft sind. Holen Sie die Zustimmung schriftlich ein, bevor Sie Handwerker beauftragen.
Raumzusammenlegung / Raumteilung – Light studio apartment with soft bed and sofa against cabinets of white kitchen in simple modern design
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Besonderheiten in München

Preisniveau und Handwerkermarkt

München ist einer der teuersten Handwerkermärkte Deutschlands. Stundensätze für qualifizierte Handwerker liegen 2026 bei 65 bis 110 Euro netto – Elektriker und Rohbauer am oberen Ende. Hinzu kommt eine hohe Auslastung: Wartezeiten von 4 bis 12 Wochen für gute Betriebe sind keine Seltenheit. Planen Sie Ihren Umbau frühzeitig und holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote ein. Über Plattformen wie byndl.de können Sie durch Projektbündelung mit Nachbarn Kosten sparen und Handwerker effizienter einsetzen.

Altbauanteil und typische Bausubstanz

München hat einen überdurchschnittlich hohen Altbauanteil. In Stadtteilen wie Schwabing, Maxvorstadt, Haidhausen, Au, Giesing und Neuhausen dominieren Gründerzeitbauten mit massiven Ziegelwänden (24–38 cm), Holzbalkendecken und historischen Stuckdecken. Das hat Konsequenzen:

Bayerische Bauordnung und Münchner Genehmigungspraxis

Die Bayerische Bauordnung (BayBO) unterscheidet zwischen genehmigungspflichtigen, kenntnisgabepflichtigen und verfahrensfreien Maßnahmen. Das Entfernen tragender Wände fällt in der Regel unter die Kenntnisgabepflicht oder erfordert einen vereinfachten Bauantrag. In München bearbeitet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung diese Anträge – rechnen Sie mit 4 bis 8 Wochen Bearbeitungszeit.

Besondere Vorsicht gilt in Gebieten mit Gestaltungssatzungen (z. B. Altstadt-Lehel, Schwabing-West) und bei denkmalgeschützten Gebäuden. Hier ist vorab eine Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) erforderlich. Änderungen an der Grundrissstruktur können in Einzelfällen abgelehnt werden.

Relevante Stadtteile für Raumzusammenlegungen

Besonders häufig werden Raumzusammenlegungen in folgenden Münchner Stadtteilen durchgeführt:

💡
Wertsteigerung in München: Eine gut geplante Raumzusammenlegung kann den Wert einer Münchner Wohnung spürbar steigern. Bei einem Quadratmeterpreis von 8.000 bis 12.000 Euro (Bestand, 2026) rechnet sich eine Investition von 10.000 Euro oft schon bei 1 bis 2 zusätzlichen Quadratmetern nutzbarer Fläche oder einer deutlich verbesserten Raumqualität.

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Häufige Fragen zur Raumzusammenlegung / Raumteilung in München

Das hängt davon ab, ob die Wand tragend ist. Das Entfernen tragender Wände ist in Bayern kenntnisgabe- oder genehmigungspflichtig nach BayBO. In München bearbeitet das Referat für Stadtplanung und Bauordnung diese Anträge – rechnen Sie mit 4 bis 8 Wochen Bearbeitungszeit. Bei nicht tragenden Wänden ist in der Regel keine Genehmigung nötig, aber prüfen Sie immer, ob Denkmalschutz oder Gestaltungssatzungen gelten.
Zuverlässig können das nur ein Statiker oder ein erfahrener Bausachverständiger beurteilen. Als Faustregeln gelten: Wände, die senkrecht zu den Deckenbalken verlaufen, sind häufig tragend; Wände parallel zu den Balken meist nicht. In Münchner Altbauten sind viele Innenwände aus massivem Ziegelmauerwerk und tragen Deckenlasten – lassen Sie im Zweifel immer einen Fachmann prüfen.
Ein Statikgutachten für eine Raumzusammenlegung kostet in München typischerweise 500 bis 1.500 Euro, je nach Komplexität und Umfang. Hinzu kommen ggf. Kosten für die Ausführungsplanung des Stahlträgers. Die Investition lohnt sich in jedem Fall – ein falsch eingeschätzter Wandtyp kann zu erheblichen Schäden und Haftungsproblemen führen.
Die reine Bauzeit beträgt in der Regel 1 bis 2 Wochen. Hinzu kommt die Planungsphase mit Statiker und ggf. Genehmigungsverfahren, die in München 4 bis 12 Wochen dauern kann. Planen Sie den Gesamtprozess daher mit mindestens 2 bis 4 Monaten Vorlauf, besonders wenn eine Baugenehmigung erforderlich ist.
Ja, durch mehrere Maßnahmen: Holen Sie mindestens drei Vergleichsangebote ein, beauftragen Sie Gewerke gebündelt statt einzeln, und nutzen Sie Plattformen wie byndl.de, die ähnliche Projekte in der Nachbarschaft bündeln und so Handwerkerkosten reduzieren. Außerdem sollten Sie Eigenleistungen wie Staubschutz, Aufräumen und einfache Malerarbeiten prüfen – das spart 500 bis 1.500 Euro.
In Münchner Eigentumswohnungen müssen bauliche Veränderungen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen, von der Eigentümerversammlung genehmigt werden. Das gilt insbesondere für das Entfernen von Wänden, die als Gemeinschaftseigentum eingestuft sind. Holen Sie die schriftliche Zustimmung der WEG vor Baubeginn ein und prüfen Sie die Teilungserklärung sowie die Gemeinschaftsordnung.