white wooden door near brown wooden parquet floor
Ratgeber

Raumzusammenlegung & Raumteilung: Kosten, Ablauf und worauf Sie achten müssen

3.000 € – 15.000 €
Typische Gesamtkosten
2 Wochen
Typische Projektdauer
5 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Kosten einer Raumzusammenlegung oder Raumteilung

Die Kosten für eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung variieren stark – je nachdem, ob tragende Wände betroffen sind, welche Gewerke eingebunden werden müssen und wie aufwendig die Nacharbeiten ausfallen. Als grobe Orientierung gilt: Einfache Raumteilungen mit einer Trockenbauwand beginnen bei rund 3.000 Euro, während das Entfernen einer tragenden Wand inklusive Stahlträger und Nacharbeiten bis zu 15.000 Euro kosten kann.

LeistungKosten (ca.)Hinweis
Abbruch nicht-tragender Wand500–2.000 €Je nach Wandstärke und Material
Abbruch tragender Wand inkl. Stahlträger3.000–8.000 €Statiker-Gutachten erforderlich
Neue Trockenbauwand (Raumteilung)800–2.500 €Inkl. Dämmung und Verspachtelung
Elektroarbeiten (Leitungen, Dosen, Schalter)500–2.000 €Abhängig von Leitungslänge
Malerarbeiten & Oberflächenfinish400–1.500 €Grundierung, Anstrich, Tapete
Bodenbelag anpassen/ergänzen300–1.500 €Parkett, Laminat oder Fliesen
Statiker-Gutachten300–800 €Pflicht bei tragenden Wänden
Gesamtkosten3.000–15.000 €Je nach Umfang und Region
⚠️
Achtung bei tragenden Wänden: Ob eine Wand tragend ist, lässt sich nicht immer auf den ersten Blick erkennen. Beauftragen Sie vor jedem Abbruch einen Statiker – das ist nicht nur sinnvoll, sondern bei tragenden Bauteilen in den meisten Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben.
white wooden door on white painted wall
Foto: Point3D Commercial Imaging Ltd. / Pexels

Beteiligte Gewerke im Überblick

Eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung ist kein Ein-Mann-Job. Je nach Umfang des Projekts sind bis zu fünf verschiedene Gewerke beteiligt, die aufeinander abgestimmt werden müssen. Hier sind die wichtigsten Beteiligten:

1 Abbruch
Der Abbruchunternehmer oder Maurer entfernt die bestehende Wand fachgerecht – inklusive Entsorgung des Bauschutts. Bei tragenden Wänden wird gleichzeitig der Stahlträger eingebaut.
2 Rohbau
Der Rohbauer setzt den Stahlträger oder Betonunterzug ein, sichert die Decke während der Arbeiten und schließt den Rohbau nach dem Wandabbruch fachgerecht ab.
3 Trockenbau
Für Raumteilungen errichtet der Trockenbauer eine neue Ständerwand aus Metallprofilen und Gipskartonplatten – schnell, sauber und mit guten Dämmeigenschaften.
4 Elektrik
Steckdosen, Lichtschalter und Leitungen müssen bei jeder Raumveränderung angepasst werden. Der Elektriker verlegt neue Leitungen und stellt die Versorgung sicher.
5 Maler
Nach allen Bauarbeiten übernimmt der Maler die Oberflächenbehandlung: Spachteln, Grundieren, Streichen oder Tapezieren – für ein sauberes Endergebnis.
A hallway with a white wall and wooden floors
Foto: Alex Tyson / Pexels

Ablauf: So läuft eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung ab

Ein strukturierter Ablauf ist entscheidend, damit die Gewerke reibungslos ineinandergreifen und keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Typischerweise dauert das gesamte Projekt etwa zwei Wochen – bei einfachen Raumteilungen auch kürzer.

1
Planung & Statik-Prüfung
1–3 Tage
Bevor der erste Hammer schwingt, steht die Planung: Grundriss aufnehmen, Wand auf Tragfähigkeit prüfen lassen, Statiker beauftragen (falls nötig), Baugenehmigung klären. In dieser Phase sollten Sie auch alle Gewerke anfragen und Termine koordinieren.
2
Genehmigung einholen (falls erforderlich)
1–4 Wochen
In vielen Bundesländern ist das Entfernen tragender Wände genehmigungspflichtig. Klären Sie dies frühzeitig mit Ihrer Baubehörde. Reine Raumteilungen mit Trockenbauwänden sind in der Regel genehmigungsfrei.
3
Abbrucharbeiten
1–3 Tage
Die bestehende Wand wird fachgerecht abgebrochen, Bauschutt entsorgt und – bei tragenden Wänden – der Stahlträger eingebaut. Während dieser Phase ist die Wohnung stark staubbelastet; Schutzmaßnahmen für angrenzende Räume sind wichtig.
4
Rohbau & Trockenbau
2–4 Tage
Der Rohbauer sichert die Konstruktion, der Trockenbauer errichtet (bei Raumteilung) die neue Ständerwand. Gleichzeitig werden Leerrohre für Elektroleitungen verlegt.
5
Elektroarbeiten
1–2 Tage
Der Elektriker zieht neue Leitungen, setzt Dosen und schließt Schalter sowie Steckdosen an. Alle Arbeiten müssen den aktuellen VDE-Normen entsprechen.
6
Malerarbeiten & Bodenbelag
2–4 Tage
Spachteln, Grundieren, Streichen – der Maler bringt die Oberflächen auf Vordermann. Parallel oder danach wird der Bodenbelag ergänzt oder angepasst, wo die Wand entfernt wurde.
7
Abnahme & Übergabe
1 Tag
Alle Gewerke werden abgenommen, Mängel dokumentiert und behoben. Lassen Sie sich alle Unterlagen (Statik-Nachweise, Elektroprotokoll) aushändigen.
💡
Spartipp mit byndl: Auf der Plattform byndl.de können Sie Ihr Projekt einstellen und von der regionalen Projektbündelung profitieren: Handwerker aus Ihrer Region bündeln ähnliche Aufträge, sparen Anfahrtskosten und geben diese Ersparnis an Sie weiter. Außerdem erstellt byndl automatisch ein professionelles Leistungsverzeichnis – das spart Zeit und schützt vor unvollständigen Angeboten.
A white room with wood floors and white walls
Foto: Alex Tyson / Pexels

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Tragende Wand ohne Statiker entfernen

Der häufigste und gefährlichste Fehler: Eine Wand wird als nicht-tragend eingeschätzt und ohne Gutachten abgerissen. Die Folge können Risse in der Decke, im schlimmsten Fall sogar ein Deckeneinsturz sein. Beauftragen Sie immer einen Statiker, wenn Sie sich nicht zu 100 Prozent sicher sind – die Kosten von 300 bis 800 Euro sind gut investiert.

Fehler 2: Baugenehmigung vergessen

In Deutschland ist das Baurecht Ländersache. Was in Bayern genehmigungsfrei ist, kann in Nordrhein-Westfalen oder Berlin anders geregelt sein. Grundsätzlich gilt: Eingriffe in die Tragstruktur eines Gebäudes sind in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig. Informieren Sie sich vor Baubeginn bei Ihrer zuständigen Baubehörde oder Ihrem Architekten.

Fehler 3: Schallschutz vernachlässigen

Besonders bei Raumteilungen wird der Schallschutz oft unterschätzt. Eine einfache Trockenbauwand ohne Dämmung überträgt Schall deutlich. Achten Sie auf eine Mineralwolledämmung im Ständerwerk und auf entkoppelte Montage der Profile – das macht den Unterschied zwischen einer ruhigen und einer lauten Wand.

Fehler 4: Elektrik selbst anpassen

Elektrische Arbeiten dürfen in Deutschland nur von zugelassenen Elektrofachbetrieben durchgeführt werden. Pfusch an der Elektrik ist nicht nur gefährlich, sondern kann im Schadensfall zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Sparen Sie hier nicht am falschen Ende.

Fehler 5: Gewerke nicht koordinieren

Wenn Trockenbauer, Elektriker und Maler nicht aufeinander abgestimmt sind, entstehen Wartezeiten und Mehrkosten. Planen Sie die Gewerkeabfolge sorgfältig: Erst Rohbau/Abbruch, dann Elektro-Leerrohre, dann Trockenbau schließen, dann Elektro fertigstellen, dann Maler. Wer die Koordination nicht selbst übernehmen möchte, kann Plattformen wie byndl.de nutzen, die die Gewerkekoordination übernehmen.

⚠️
Mietrecht beachten: Als Mieter dürfen Sie bauliche Veränderungen grundsätzlich nur mit schriftlicher Genehmigung des Vermieters vornehmen. Raumzusammenlegungen oder Raumteilungen sind fast immer genehmigungspflichtig – und müssen beim Auszug in der Regel rückgebaut werden.

Was kostet mehr: Zusammenlegen oder Teilen?

Raumzusammenlegungen sind in der Regel teurer als Raumteilungen, weil Abbrucharbeiten, Entsorgung und – bei tragenden Wänden – Stahlträger hinzukommen. Eine Raumteilung mit Trockenbauwand ist handwerklich weniger aufwendig und lässt sich bei Bedarf auch wieder rückgängig machen. Wenn Sie noch unschlüssig sind, welche Variante zu Ihrem Grundriss passt, lohnt sich eine Beratung durch einen Architekten oder erfahrenen Handwerker.

Wann lohnt sich eine Raumzusammenlegung?

Eine Raumzusammenlegung lohnt sich besonders dann, wenn zwei kleine, schlecht nutzbare Räume zu einem großzügigen Wohn- oder Arbeitsbereich werden sollen. Typische Szenarien: Küche und Esszimmer zusammenlegen, zwei kleine Kinderzimmer zu einem großen Schlafzimmer verbinden oder ein Arbeitszimmer in den Wohnbereich integrieren. Der Wertzuwachs der Immobilie kann die Investition langfristig rechtfertigen – besonders in gefragten Lagen.

Wann ist eine Raumteilung sinnvoll?

Raumteilungen sind die wirtschaftlichere und flexiblere Lösung: Ein großes Schlafzimmer wird zum Kinderzimmer und Arbeitszimmer, ein offener Wohnbereich erhält eine separate Küche, oder ein Homeoffice wird vom Wohnzimmer abgetrennt. Trockenbauwände lassen sich vergleichsweise einfach wieder entfernen – ideal für alle, die Flexibilität schätzen.

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Häufige Fragen zur Raumzusammenlegung / Raumteilung

Das hängt vom Bundesland und davon ab, ob eine tragende Wand betroffen ist. Eingriffe in die Tragstruktur eines Gebäudes sind in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig. Reine Raumteilungen mit Trockenbauwänden sind in der Regel genehmigungsfrei. Klären Sie dies vorab mit Ihrer zuständigen Baubehörde.
Tragende Wände verlaufen meist senkrecht zu den Deckenbalken und sind oft dicker als nicht-tragende Wände (ab ca. 11,5 cm Mauerwerk). Sicher beurteilen kann das jedoch nur ein Statiker oder Architekt anhand der Baupläne. Im Zweifel immer ein Gutachten einholen – das kostet 300 bis 800 Euro und schützt vor teuren Schäden.
Bei einer einfachen Raumteilung mit Trockenbauwand sind die reinen Bauarbeiten oft in 3 bis 5 Tagen abgeschlossen. Eine Raumzusammenlegung mit Wandabbruch und Stahlträger dauert inklusive aller Nacharbeiten typischerweise 1 bis 2 Wochen. Hinzu kommt die Planungs- und Genehmigungsphase.
Eine einfache Trockenbauwand kostet inklusive Material und Montage etwa 800 bis 2.500 Euro, je nach Raumgröße, Wandhöhe und gewünschter Schallschutzklasse. Mit Mineralwolledämmung und entkoppelter Montage für besseren Schallschutz liegt man eher am oberen Ende der Preisspanne.
Nein, nicht ohne schriftliche Genehmigung des Vermieters. Bauliche Veränderungen – auch das Einziehen einer Trockenbauwand – sind in Mietwohnungen grundsätzlich genehmigungspflichtig. Außerdem müssen solche Veränderungen beim Auszug in der Regel auf eigene Kosten rückgängig gemacht werden.
Für Wohnräume empfiehlt die DIN 4109 einen Luftschallschutz von mindestens 40 dB zwischen Wohnungen, für Wände innerhalb einer Wohnung sind 30 dB üblich. Mit einer gedämmten Doppelständerwand lassen sich Werte von 50 dB und mehr erreichen. Sprechen Sie Ihre Anforderungen konkret mit dem Trockenbauer ab.