white wooden door near brown wooden parquet floor
Ratgeber

Raumzusammenlegung & Raumteilung in Frankfurt am Main: Kosten, Ablauf und worauf Sie achten müssen

€
2.000 € – 13.000 €
Typische Gesamtkosten
eine Wand ca. 4 m, einfach bis tragend · inkl. MwSt.
⏱
2 Wochen
Typische Projektdauer
⚒
5 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Was kostet eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung in Frankfurt?

Bundesweit kostet eine Raumzusammenlegung oder Raumteilung für eine Wand von ca. 4 m zwischen 2.000 und 13.000 Euro brutto: Einfache Raumteilungen mit einer Trockenbauwand oder das Entfernen einer nicht tragenden Wand beginnen bei rund 2.000 Euro, eine tragende Wand mit Stahlträger, Statik und Nacharbeiten kostet etwa 5.000 bis 13.000 Euro. Das Frankfurter Preisniveau liegt rund 15–25 % über dem Bundesdurchschnitt – bedingt durch hohe Lohnkosten, knappe Handwerkerkapazitäten und die allgemein hohe Baukostensituation in der Rhein-Main-Region. Wer in Sachsenhausen, Bornheim oder dem Westend eine Wohnung umstrukturieren möchte, sollte eher mit dem oberen Preissegment planen.

LeistungKosten (ca.)Hinweis
Abbruch nicht-tragender Wand500–2.000 €Je nach Wandstärke und Material
Abbruch tragender Wand inkl. Stahlträger4.000–10.000 €Zzgl. Statik, Statiker zwingend erforderlich
Neue Trennwand (Trockenbau)800–2.500 €Pro Wand, inkl. Dämmung
Elektroinstallation (Verlegen/Anpassen)500–2.000 €Steckdosen, Licht, Absicherung
Malerarbeiten (Spachteln, Streichen)400–1.500 €Abhängig von Fläche und Zustand
Bodenbelag anpassen/ergänzen300–1.500 €Bei Zusammenlegung oft nötig
Gesamt (eine Wand ca. 4 m, brutto)2.000–13.000 €Einfache Wand ab ca. 2.000 €, tragend mit Stahlträger und Statik ca. 5.000–13.000 €

Die Gesamtspanne ist ein Erfahrungswert für das ganze Vorhaben und wird nicht aus den Einzelzeilen addiert: Selten erreichen alle Positionen gleichzeitig ihren Höchst- oder Tiefstwert.

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Achtung bei Altbauten: In Frankfurter Gründerzeitbauten und Nachkriegsgebäuden sind Wände häufig aus Kalksandstein oder Bims – das erschwert den Abbruch und erhöht die Entsorgungskosten. Lassen Sie vorab klären, ob Asbest oder andere Schadstoffe vorhanden sind.
white wooden door on white painted wall
Foto: Point3D Commercial Imaging Ltd. / Pexels

Beteiligte Gewerke bei der Raumumstrukturierung

Eine Raumzusammenlegung oder -teilung ist kein Einzelgewerk, sondern ein koordiniertes Zusammenspiel mehrerer Fachbetriebe. In Frankfurt sind gut ausgelastete Handwerker oft 4–8 Wochen im Voraus gebucht – planen Sie frühzeitig.

1 Abbruch & Rückbau
Kernleistung bei der Zusammenlegung: Entfernen von Wänden, Türzargen und Bodenbelägen. Bei tragenden Wänden muss ein Statiker vorab die Konstruktion freigeben und den Träger dimensionieren.
2 Rohbau & Maurerarbeiten
Einbau von Stahlträgern (IPN/IPE-Profile) bei tragenden Wänden, Schließen von Wandöffnungen, Ausgleichsarbeiten an Decke und Boden nach dem Abbruch.
Bei der Raumteilung: Erstellen neuer Trennwände aus Metallständerwerk mit Gipskarton, inklusive Schallschutzmatten und Mineralwolledämmung. Schnell, sauber und flexibel.
Anpassen von Steckdosen, Lichtschaltern und Leuchten an die neue Raumaufteilung. Bei älteren Frankfurter Gebäuden oft auch Erneuerung veralteter Leitungen nötig.
5 Malerarbeiten
Spachteln der Anschlüsse, Grundieren und Streichen der neuen oder freigelegten Flächen. Abschlussgewerk – erst wenn alle anderen Arbeiten fertig sind.
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Spartipp mit byndl: Über byndl können Handwerksbetriebe auf mehrere Projekte in Ihrer Nachbarschaft gleichzeitig bieten und dafür einen Bündelrabatt geben, etwa in Stadtteilen wie Sachsenhausen oder Nordend.
A hallway with a white wall and wooden floors
Foto: Alex Tyson / Pexels
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Ablauf: So läuft eine Raumzusammenlegung ab

1
Bestandsaufnahme & Planung
1–3 Tage
Prüfung der Baupläne, Klärung ob Wände tragend sind, Abstimmung mit Statiker. In Frankfurt: Baupläne beim Stadtplanungsamt oder Baurechtsamt Frankfurt einsehen. Bei Eigentumswohnungen: Zustimmung der Eigentümergemeinschaft einholen.
2
Genehmigungsprüfung
1–5 Tage
Nicht-tragende Wände sind in Hessen in der Regel genehmigungsfrei. Bei tragenden Wänden und Eingriffen in die Statik ist eine Baugenehmigung nach HBO (Hessische Bauordnung) erforderlich. Bearbeitungszeit beim Baurechtsamt Frankfurt: 4–8 Wochen einplanen.
3
Handwerker beauftragen & koordinieren
1–2 Tage
Angebote einholen, Leistungsverzeichnis erstellen, Gewerke koordinieren. Tipp: Plattformen wie byndl erstellen je Gewerk ein professionelles Leistungsverzeichnis und helfen mit der Zusatzleistung Terminplanung bei der Koordination der Gewerke.
4
Abbruch- und Rohbauarbeiten
2–4 Tage
Entfernen der Wand(en), Einbau Stahlträger falls nötig, Schutt entsorgen. In Frankfurt: Schuttcontainer müssen im öffentlichen Raum beim Straßenverkehrsamt angemeldet werden (Sondernutzungserlaubnis).
5
Trockenbau, Elektro & Anschlüsse
3–5 Tage
Neue Trennwände setzen, Elektroleitungen verlegen, Steckdosen und Schalter setzen. Parallel: Bodenbelag anpassen oder ergänzen.
6
Malerarbeiten & Fertigstellung
2–3 Tage
Spachteln, Grundieren, Streichen. Abnahme der Elektroarbeiten durch zugelassenen Elektrofachbetrieb. Endreinigung und Übergabe.
A white room with wood floors and white walls
Foto: Alex Tyson / Pexels
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Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler 1: Tragende Wände ohne Statiker entfernen

Der häufigste und gefährlichste Fehler. In Frankfurter Nachkriegsbauten (Baujahre 1950–1975) sind viele Innenwände als Querwände statisch relevant – auch wenn sie dünn wirken. Ein Statiker kostet meist 500–1.300 Euro, eine eingestürzte Decke ein Vielfaches. Beauftragen Sie immer zuerst einen Statiker, bevor der erste Hammer angesetzt wird.

Fehler 2: Schallschutz unterschätzen

Besonders bei der Raumteilung: Eine einfache Gipskartonwand ohne Schallschutzmatten und entkoppelte Ständer überträgt Schall fast ungehindert. Mindestanforderung nach DIN 4109 für Wohnräume: 40 dB Luftschalldämmmaß. In Mehrfamilienhäusern – in Frankfurt die Regel – sollten Sie eher 50 dB anstreben.

Fehler 3: Genehmigungspflicht ignorieren

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass Umbauarbeiten in der eigenen Wohnung immer genehmigungsfrei sind. Das stimmt nicht. Die Hessische Bauordnung (HBO § 60) schreibt für Eingriffe in die Tragstruktur eine Baugenehmigung vor. Wer ohne Genehmigung baut, riskiert Rückbauanordnungen und Probleme beim späteren Verkauf.

Fehler 4: Gewerke nicht koordinieren

Wenn der Elektriker kommt, bevor der Trockenbauer fertig ist – oder umgekehrt – entstehen Leerfahrten, Wartezeiten und Mehrkosten. Legen Sie vor Baubeginn einen verbindlichen Ablaufplan mit allen Gewerken fest.

⚠️
Mietrecht beachten: Als Mieter benötigen Sie für bauliche Veränderungen grundsätzlich die schriftliche Zustimmung des Vermieters. In Frankfurt mit seinem angespannten Mietmarkt ist das ein häufiger Streitpunkt – klären Sie das vor Baubeginn verbindlich.
Raumzusammenlegung / Raumteilung – Light studio apartment with soft bed and sofa against cabinets of white kitchen in simple modern design
Foto: Max Vakhtbovych / Pexels

Besonderheiten in Frankfurt am Main

Bausubstanz: Nachkriegsbauten dominieren

Frankfurt wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Der Großteil des heutigen Wohnungsbestands stammt aus den 1950er bis 1970er Jahren – Stadtteile wie Rödelheim, Fechenheim, Niederrad oder Griesheim sind geprägt von Zeilenbauten und Hochhäusern dieser Ära. Diese Gebäude haben oft Querwand-Konstruktionen aus Kalksandstein, bei denen viele Innenwände tragend sind. Das macht Zusammenlegungen aufwendiger als in Gründerzeitbauten mit klassischen Längsmauerwerk-Konstruktionen.

Altbau in Sachsenhausen, Bornheim und Westend

In diesen gefragten Stadtteilen finden sich noch echte Gründerzeit- und Jugendstilbauten. Hier sind Raumzusammenlegungen besonders beliebt, um großzügige Wohnküchen oder offene Wohnbereiche zu schaffen. Achten Sie auf historische Stuckelemente und Holzbalkendecken – beides kann bei unsachgemäßem Abbruch beschädigt werden und ist teuer in der Wiederherstellung.

Hessische Bauordnung

In Hessen gilt die HBO in der Fassung von 2018. Für genehmigungspflichtige Maßnahmen ist das Baurechtsamt der Stadt Frankfurt zuständig (Adresse: Galvanistraße 28, 60486 Frankfurt). Bearbeitungszeiten betragen aktuell 6–10 Wochen – planen Sie das in Ihren Zeitplan ein. Für Eigentumswohnungen gilt zusätzlich das WEG: Eingriffe in das Gemeinschaftseigentum (Decken, tragende Wände) erfordern einen Beschluss der Eigentümerversammlung.

Preisniveau im Vergleich

Frankfurt gehört zu den teuersten Handwerkermärkten Deutschlands. Stundenverrechnungssätze für Maurer und Trockenbauer liegen bei 65–90 Euro netto, Elektriker berechnen 75–100 Euro pro Stunde. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt sind es 55–75 Euro. Wer mehrere Gewerke gleichzeitig beauftragt und Handwerkern kurze Anfahrtswege ermöglicht, spart Anfahrtskosten, was sich im Angebot niederschlagen kann.

Hochhausumfeld und Schallschutz

In Frankfurts Hochhausquartieren – etwa im Europaviertel oder rund um den Sachsenhäuser Berg – gelten erhöhte Anforderungen an den Schallschutz. Wer Räume teilt, muss sicherstellen, dass die neue Trennwand die Anforderungen der DIN 4109-1:2018 erfüllt. In Hochhäusern kommen Körperschallübertragungen über die Betonkonstruktion hinzu, die durch entkoppelte Wandkonstruktionen minimiert werden müssen.

Mainhochwasser und Keller

Für Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss oder Kellerbereich gilt: Frankfurt liegt in einer Hochwasserzone. Wer im Zuge einer Raumumstrukturierung auch Leitungen im Keller verlegt oder Wände im EG öffnet, sollte auf rückstausichere Entwässerung und feuchtigkeitsresistente Materialien achten. Das Stadtplanungsamt Frankfurt stellt Hochwassergefahrenkarten bereit.

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Häufige Fragen: Raumzusammenlegung / Raumteilung in Frankfurt am Main

Das hängt davon ab, ob die Wand tragend ist. Nicht-tragende Wände können in Hessen in der Regel ohne Genehmigung entfernt werden. Bei tragenden Wänden ist nach HBO eine Baugenehmigung erforderlich – planen Sie 6–10 Wochen Bearbeitungszeit beim Baurechtsamt Frankfurt ein.
Zuverlässig können das nur ein Statiker oder Bausachverständiger anhand der Baupläne feststellen. Als Faustregel gilt: Wände, die senkrecht zu den Deckenbalken verlaufen, sind häufig tragend. In Frankfurter Nachkriegsbauten mit Querwand-Konstruktion sind viele Innenwände statisch relevant – lassen Sie das immer professionell prüfen.
Für die statische Beurteilung einer Wand und, falls nötig, die Dimensionierung eines Trägers mit statischer Berechnung rechnen Sie meist mit 500–1.300 Euro. Das ist gut investiertes Geld im Vergleich zu den Risiken eines unsachgemäßen Abbruchs.
Die reinen Bauarbeiten dauern in der Regel 1–2 Wochen. Dazu kommt die Planungsphase mit Statiker und ggf. Genehmigungsverfahren. Da Frankfurter Handwerker oft 4–8 Wochen im Voraus ausgebucht sind, sollten Sie die Gesamtdauer vom ersten Kontakt bis zur Fertigstellung mit 2–4 Monaten planen.
Als Mieter benötigen Sie grundsätzlich die schriftliche Zustimmung des Vermieters für bauliche Veränderungen. Ohne diese Zustimmung riskieren Sie eine fristlose Kündigung und müssen auf eigene Kosten zurückbauen. Klären Sie das unbedingt vor Baubeginn – am besten mit einem schriftlichen Gestattungsvertrag.
Nach DIN 4109-1:2018 gilt für Trennwände zwischen Wohnräumen ein Mindest-Schalldämmmaß von 40 dB. In Mehrfamilienhäusern – in Frankfurt die Regel – empfehlen Experten mindestens 50 dB. Das erfordert eine entkoppelte Ständerkonstruktion mit Schallschutzmatten und beidseitiger Beplankung mit zwei Lagen Gipskarton.