Baupreis-Monitor: amtliche Baupreisindizes für Wohngebäude

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+5,5 %
Neubau Wohngebäude zum Vorjahr
August 2026 · Destatis
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+6,0 %
Instandhaltung Wohngebäude zum Vorjahr
ohne Schönheitsreparaturen · Destatis
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9. Oktober 2026
Stand der amtlichen Daten
Vorjahr: +3,1 % (August 2025)

Der aktuelle Stand: August 2026

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im August 2026 um 5,5 % über dem Vorjahresmonat, gegenüber dem vorherigen Berichtsmonat stiegen sie um 1,0 %. Die Preise für die Instandhaltung von Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) lagen um 6,0 % über dem Vorjahr. Das meldet das Statistische Bundesamt in seiner Pressemitteilung Nr. 360/2026 vom 9. Oktober 2026.

In den vier Quartalen bis November 2025 lag die Vorjahresrate für den Neubau zwischen 3,1 und 3,2 %, in den drei Quartalen danach bei 3,3 %, 5,0 % und 5,5 %. Arbeiten am Bestand haben sich in allen acht Quartalen stärker verteuert als der Neubau.

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Amtliche Quelle: Alle Zahlen auf dieser Seite stammen vom Statistischen Bundesamt (Destatis). byndl rechnet nichts hinzu, schätzt nichts und gibt keine Prognose ab. Stand der Daten: 9. Oktober 2026, abgerufen am 20. Oktober 2026.

Indexwerte der letzten acht Quartale

Basis 2021 = 100, einschließlich Umsatzsteuer. Ein Wert von 141,7 bedeutet: Dieselben Bauleistungen am Neubau kosteten im August 2026 im Schnitt 41,7 % mehr als im Durchschnitt des Jahres 2021.

BerichtsmonatNeubau Wohngebäudezum VorjahrInstandhaltung Wohngebäudezum VorjahrInstandhaltung Wohnung inkl. Schönheitsreparaturenzum Vorjahr
August 2026 (3. Quartal)141,7+5,5 %145,6+6,0 %138,4+5,2 %
Mai 2026 (2. Quartal)140,3+5,0 %144,0+5,6 %136,6+4,8 %
Februar 2026 (1. Quartal)137,0+3,3 %140,8+4,1 %134,3+3,9 %
November 2025 (4. Quartal)135,0+3,2 %138,5+4,1 %132,0+3,4 %
August 2025 (3. Quartal)134,3+3,1 %137,4+3,8 %131,6+3,5 %
Mai 2025 (2. Quartal)133,6+3,2 %136,4+3,8 %130,4+3,3 %
Februar 2025 (1. Quartal)132,6+3,2 %135,2+3,7 %129,2+3,5 %
November 2024 (4. Quartal)130,8+3,1 %133,1+3,6 %127,7+3,5 %

Instandhaltung Wohngebäude: ohne Schönheitsreparaturen. Instandhaltung Wohnung: in einer Wohnung, mit Schönheitsreparaturen. Quartale nach Destatis: I = Februar, II = Mai, III = August, IV = November.

Veränderung nach Bauarbeiten

Für einzelne Bauarbeiten nennt Destatis in jeder Pressemitteilung die Veränderung zum Vorjahr. Die Werte gelten für den Neubau von Wohngebäuden.

Bauarbeiten (Neubau Wohngebäude)Nov. 2024Feb. 2025Mai 2025Aug. 2025Nov. 2025Feb. 2026Mai 2026Aug. 2026
Rohbauarbeiten+2,0 %+2,2 %+2,5 %+2,2 %+2,5 %+2,7 %+4,9 %+5,4 %
Betonarbeiten+1,0 %+1,0 %+1,6 %+1,2 %+1,5 %+1,6 %+3,6 %+4,3 %
Mauerarbeiten+1,2 %+1,4 %+1,5 %+1,3 %+1,3 %+2,0 %+3,8 %+4,2 %
Dachdeckungsarbeiten+3,6 %+4,5 %+4,5 %+4,4 %+4,5 %+4,0 %+7,3 %+7,6 %
Zimmer- und Holzbauarbeiten+2,6 %+3,8 %+4,8 %+4,7 %+5,4 %+5,5 %+7,3 %+7,2 %
Erdarbeiten+4,5 %+3,4 %+3,8 %+3,1 %+3,1 %+3,5 %+5,4 %+6,1 %
Ausbauarbeiten+3,8 %+3,9 %+3,7 %+3,6 %+3,8 %+3,8 %+5,1 %+5,7 %
Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen+4,9 %+4,7 %+4,5 %+4,4 %+4,4 %+4,2 %+5,0 %+5,2 %
Metallbauarbeiten+3,0 %+2,7 %+2,0 %+1,9 %+2,2 %+3,0 %+4,4 %+5,0 %
Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen+6,3 %+6,2 %+5,7 %+5,1 %+5,4 %+5,4 %+6,4 %+7,2 %
Wärmedämm-Verbundsysteme+3,3 %+3,6 %+3,6 %+3,3 %+3,5 %+3,3 %+5,0 %+5,7 %

Veränderung zum Vorjahr in %, Neubau Wohngebäude, aus den Destatis-Pressemitteilungen. Indexwerte je Bauarbeit stehen nur in GENESIS-Online (per Abruf nicht prüfbar).

Im August 2026 verteuerten sich Dachdeckungsarbeiten (+7,6 %), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+7,2 %) und Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen (+7,2 %) am stärksten, Mauerarbeiten (+4,2 %) und Betonarbeiten (+4,3 %) am wenigsten.

Was das für Sanierungsangebote heißt

Ein älteres Angebot ist kein Maßstab

Wer ein Angebot aus dem Vorjahr neben ein aktuelles legt, vergleicht zwei Preisstände. Für Arbeiten am Bestand lag das Preisniveau im August 2026 im Schnitt 6,0 % über dem Vorjahr. Ein Unterschied in dieser Größe ist für sich genommen noch kein Zeichen für ein überhöhtes Angebot.

Der Index bewertet kein einzelnes Angebot

Der Index ist ein Durchschnitt über ganz Deutschland und viele Bauleistungen. Ein einzelnes Angebot kann wegen Region, Auslastung der Betriebe, Umfang, Zugänglichkeit und Zustand des Gebäudes deutlich davon abweichen – nach oben wie nach unten. Er eignet sich, um die allgemeine Entwicklung einzuordnen, nicht, um ein Angebot als zu teuer oder zu günstig zu beurteilen.

Gewerke entwickeln sich unterschiedlich

Die Spanne zwischen den Bauarbeiten ist groß: Im August 2026 reichte sie von +4,2 % bis +7,6 % zum Vorjahr. Wer eine Sanierung plant, in der einzelne Gewerke den Großteil der Kosten ausmachen, findet in deren Zeile einen genaueren Anhaltspunkt als im Gesamtindex.

Vergleichbar wird es erst mit gleicher Leistung

Ob ein Preis angemessen ist, zeigt sich im Vergleich mehrerer Angebote auf dieselbe Leistung: je Gewerk ein Leistungsverzeichnis mit Mengen und Vorbemerkungen, auf das alle Betriebe anbieten. Verbindlich wird ein Festpreis erst nach einem Ortstermin; vorher ist ein Angebot vorläufig. byndl erstellt solche Leistungsverzeichnisse je Gewerk und schreibt sie an passende Betriebe aus.

Was der Index misst – und was nicht

Der Baupreisindex beobachtet die Preise einzelner Bauleistungen, nicht ganze Bauwerke. Rund 5.000 repräsentativ ausgewählte Bauunternehmen melden in den Monaten Februar, Mai, August und November die vertraglich vereinbarten Preise für 183 Bauleistungen – Marktpreise bei Auftragsvergabe, keine Angebotspreise. Die Statistischen Landesämter berechnen daraus Landeswerte, das Statistische Bundesamt den Bundeswert. Gewichtet wird nach dem Kostenanteil der Leistungen in den Abrechnungen ausgewählter Bauvorhaben; das Gewichtungsschema wird etwa alle fünf Jahre angepasst, derzeit mit dem Basisjahr 2021. Veränderungen in Menge oder Beschaffenheit einer Leistung werden herausgerechnet.

Der Index erfasst nur Bauleistungen; Grundstück, Planung und Baunebenkosten bildet er nicht ab. Der Gesamtindex für Wohngebäude bezieht sich auf den Neubau; für Arbeiten am Bestand gibt es den eigenen Index für die Instandhaltung von Wohngebäuden.

Quellen und Stand

Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilungen und Konjunkturindikatoren Baupreise, abgerufen am 20.10.2026; Datenlizenz by-2-0; eigene Darstellung.

Erfasster Zeitraum: 4. Quartal 2024 bis 3. Quartal 2026. Dieser Monitor wird nach jeder Veröffentlichung von Destatis aktualisiert.

Häufige Fragen: Baupreise und Baupreisindex

Im August 2026 lagen die Preise für den Neubau von Wohngebäuden laut Statistischem Bundesamt um 5,5 % über dem Vorjahresmonat, die Preise für die Instandhaltung von Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) um 6,0 %.
Er misst die Preisentwicklung einzelner Bauleistungen, nicht die Kosten ganzer Bauvorhaben. Rund 5.000 Bauunternehmen melden vierteljährlich die vertraglich vereinbarten Preise für 183 Bauleistungen; Angebotspreise gehen nicht ein. Die veröffentlichten Indizes enthalten die Umsatzsteuer.
Nein. Der Index ist ein Durchschnitt über ganz Deutschland und viele Bauleistungen. Ein einzelnes Angebot hängt von Region, Auslastung, Umfang und Zugänglichkeit der Baustelle ab. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn alle Betriebe auf dasselbe Leistungsverzeichnis anbieten.
Für Arbeiten am Bestand gibt es einen eigenen Index für die Instandhaltung von Wohngebäuden, einmal ohne und einmal mit Schönheitsreparaturen in einer Wohnung. Die Werte nach einzelnen Gewerken in diesem Monitor beziehen sich auf den Neubau.
Destatis erhebt die Preise in den Monaten Februar, Mai, August und November und veröffentlicht die Ergebnisse bisher jeweils rund sechs Wochen nach Ende des Berichtsmonats. Die Werte für November 2026 erscheinen nach bisherigem Rhythmus Anfang Januar 2027.
Nein. Der Monitor zeigt ausschließlich die bereits veröffentlichten amtlichen Werte. Er enthält keine Prognosen und keine eigenen Preisangaben von byndl.

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