A construction worker wearing protective gear and prepping the wall during renovation indoors.
Ratgeber

Schadstoffsanierung in Frankfurt am Main: Asbest & Schimmel fachgerecht beseitigen

5.000 € – 30.000 €
Typische Gesamtkosten
3 Wochen
Typische Projektdauer
3 Gewerke
Benötigte Fachbetriebe

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Kosten der Schadstoffsanierung in Frankfurt am Main

Eine Schadstoffsanierung gehört zu den kostspieligsten Maßnahmen im Gebäudebestand – und in Frankfurt am Main liegt das Preisniveau aufgrund hoher Lohnkosten und der angespannten Kapazitätslage bei spezialisierten Fachbetrieben deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Während bundesweit für eine kombinierte Asbest- und Schimmelsanierung Kosten zwischen 5.000 und 25.000 Euro anfallen, müssen Frankfurter Eigentümer realistisch mit 7.000 bis 30.000 Euro kalkulieren – je nach Schadstoffart, betroffener Fläche und Zugänglichkeit.

Die größten Kostentreiber sind die Schutzmaßnahmen für Handwerker, die Entsorgung von Sonderabfall sowie die behördlich vorgeschriebene Dokumentation. Hinzu kommen in Frankfurt häufig Mehrkosten durch beengte Verhältnisse in Hochhäusern und Gründerzeitbauten sowie durch die Notwendigkeit, Nachbarwohnungen temporär zu schützen.

LeistungKosten (Frankfurt)Hinweis
Schadstoffgutachten / Probenahme500 – 2.000 €Pflicht vor jeder Sanierung
Asbestentsorgung (Fliesen, Platten)2.000 – 8.000 €Je nach m², Schüttgut teurer
Asbestentsorgung (schwach gebunden)5.000 – 15.000 €Spritzasbest, Rohrisolierungen
Schimmelsanierung (bis 10 m²)800 – 2.500 €Inkl. Ursachenbeseitigung
Schimmelsanierung (10–50 m²)2.500 – 8.000 €Inkl. Trocknung und Aufbau
Trocknungsgeräte (Miete)300 – 1.500 €Pro Woche, je nach Geräteanzahl
Malerarbeiten nach Sanierung800 – 3.000 €Grundierung, Anstrich, Tapete
Gesamtkosten (typisch)5.000 – 30.000 €Abhängig von Schadstoff und Fläche
⚠️
Vorsicht bei Billigangeboten: Seriöse Schadstoffsanierer in Frankfurt verlangen für Asbestarbeiten mindestens 80–120 € pro m². Angebote darunter deuten auf fehlende Zertifizierung oder illegale Entsorgung hin – das kann Sie als Eigentümer teuer zu stehen kommen.
Man in protective gear spray painting a house's interior during renovation work.
Foto: Tima Miroshnichenko / Pexels

Beteiligte Gewerke bei der Schadstoffsanierung

Eine professionelle Schadstoffsanierung erfordert das Zusammenspiel mehrerer Fachbetriebe. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge: Erst Schadstoffe entfernen, dann trocknen, dann aufbauen. Jede Abweichung von dieser Reihenfolge kann zu Folgeschäden oder behördlichen Problemen führen.

1 Abbruch & Schadstoffsanierung
Der Kern der Maßnahme: Zertifizierte Abbruchunternehmen entfernen asbesthaltige Materialien (Fliesen, Dachplatten, Rohrisolierungen, Spachtelmassen) oder kontaminierte Bauteile unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sie errichten Schwarzbereiche, arbeiten mit Unterdruckhaltung und stellen die fachgerechte Entsorgung als Sonderabfall sicher. In Frankfurt sind nur Betriebe mit TRGS-519-Sachkundenachweis zugelassen.
2 Trockenbau & Trocknung
Nach der Schadstoffbeseitigung übernehmen Trockenbauer und Trocknungsspezialisten: Sie messen die Restfeuchte in Wänden, Böden und Decken, stellen Kondensationstrockner auf und überwachen den Trocknungsprozess. Erst wenn die Feuchtigkeitswerte im Normbereich liegen, kann der Wiederaufbau beginnen. Besonders bei Schimmelschäden durch Wassereintritt (z. B. nach Mainhochwasser) ist dieser Schritt unverzichtbar.
3 Maler & Beschichtung
Maler schließen die Sanierung ab: Sie tragen schimmelhemmende Grundierungen auf, versiegeln sanierte Flächen und stellen den optischen Ausgangszustand wieder her. Bei Schimmelschäden ist die Wahl der richtigen Beschichtung entscheidend – diffusionsoffene Farben verhindern Rückfälle. Erfahrene Maler erkennen zudem Stellen, an denen die Ursache noch nicht vollständig behoben wurde.
💡
Gewerke bündeln spart Geld: Auf der Plattform byndl.de können Sie Ihre Schadstoffsanierung in Frankfurt mit ähnlichen Projekten in Ihrer Nachbarschaft bündeln. Das spart Handwerkern Anfahrtskosten – und Ihnen bis zu 15 % der Gesamtkosten. Gleichzeitig erstellt byndl automatisch ein professionelles Leistungsverzeichnis, das Sie vor unvollständigen Angeboten schützt.
A professional painter wearing protective gear spray paints a wall indoors, working on a home renovation project.
Foto: Tima Miroshnichenko / Pexels

Ablauf einer Schadstoffsanierung: Schritt für Schritt

Eine Schadstoffsanierung folgt einem klar geregelten Ablauf, der durch die TRGS 519 (Asbest) und die WTA-Merkblätter (Schimmel) vorgegeben ist. Abweichungen können behördliche Konsequenzen haben und die Haftung des Eigentümers begründen.

1
Schadstoffgutachten & Probenahme
2–5 Tage
Ein unabhängiger Sachverständiger entnimmt Materialproben und lässt diese im Labor analysieren. Das Gutachten dokumentiert Art, Menge und Gefährdungsgrad der Schadstoffe und ist Grundlage für die Ausschreibung. Ohne dieses Dokument darf in Frankfurt kein Abbruchunternehmen mit Asbestarbeiten beginnen.
2
Behördliche Anzeige & Planung
3–7 Tage
Asbestarbeiten müssen beim zuständigen Amt für Arbeitsschutz in Hessen (Regierungspräsidium Darmstadt) mindestens 7 Werktage vor Beginn angezeigt werden. Gleichzeitig werden Schutzmaßnahmen für Nachbarn und Gebäudenutzer geplant, Sperrbereiche definiert und Entsorgungsnachweise vorbereitet.
3
Schadstoffbeseitigung unter Schutzmaßnahmen
3–10 Tage
Das zertifizierte Abbruchunternehmen richtet Schwarzbereiche ein, arbeitet mit Unterdruckhaltung und Vollschutzausrüstung. Asbesthaltige Materialien werden feucht abgetragen, in zugelassene Big-Bags verpackt und als Sonderabfall zur genehmigten Deponie transportiert. Nach Abschluss erfolgt eine Freimessung durch einen unabhängigen Messdienst.
4
Trocknung & Feuchtemessung
5–10 Tage
Bei Schimmelschäden oder nach Wassereintritt werden Trocknungsgeräte aufgestellt. Die Restfeuchte wird täglich gemessen und protokolliert. Erst wenn alle Messwerte im Zielbereich liegen (Holz unter 18 %, Estrich unter 2 %), wird die Trocknung beendet. Dieser Schritt darf nicht abgekürzt werden.
5
Wiederaufbau & Beschichtung
3–7 Tage
Maler und Trockenbauer stellen den Ausgangszustand wieder her: schimmelhemmende Grundierung, Neuverputz oder Trockenbauplatten, abschließender Anstrich. Alle verwendeten Materialien werden dokumentiert, damit spätere Eigentümer über die Sanierungsgeschichte informiert sind.
man in orange hard hat holding red plastic bag
Foto: Hoang Kim Hung / Pexels

Typische Fehler bei der Schadstoffsanierung

Fehler 1: Schimmel nur oberflächlich behandeln

Der häufigste Fehler: Schimmel wird mit Farbe überstrichen oder mit Hausmitteln behandelt, ohne die Ursache zu beseitigen. Schimmel entsteht immer durch Feuchtigkeit – sei es durch Wärmebrücken, undichte Leitungen oder falsches Lüftungsverhalten. Wer nur die Symptome bekämpft, hat spätestens nach einer Heizperiode das gleiche Problem wieder.

Fehler 2: Asbest ohne Sachkundenachweis entfernen

In Deutschland ist das Entfernen von Asbest ohne entsprechende Zertifizierung strafbar. Dennoch versuchen manche Eigentümer, asbesthaltige Fliesen oder Dachplatten selbst zu entfernen. Das gefährdet nicht nur die eigene Gesundheit, sondern macht auch eine spätere Freimessung unmöglich und kann den Verkauf der Immobilie blockieren.

Fehler 3: Kein unabhängiges Gutachten einholen

Wenn das ausführende Unternehmen auch das Gutachten erstellt, fehlt die Kontrolle. Beauftragen Sie immer einen unabhängigen Sachverständigen für die Probenahme und die abschließende Freimessung. Die Kosten von 500–1.500 Euro sind gut investiert.

Fehler 4: Entsorgungsnachweise nicht aufbewahren

Alle Entsorgungsbelege für Sonderabfall müssen mindestens 5 Jahre aufbewahrt werden. Bei einem späteren Verkauf oder bei behördlichen Kontrollen sind diese Dokumente unverzichtbar. Fordern Sie vom Sanierungsunternehmen vollständige Entsorgungsnachweise ein.

⚠️
Versicherungsschutz prüfen: Viele Gebäudeversicherungen übernehmen Schimmelsanierungskosten nur, wenn ein Leitungswasserschaden als Ursache nachgewiesen wird. Melden Sie Schäden sofort und dokumentieren Sie alles fotografisch, bevor Sie mit der Sanierung beginnen.
Schadstoffsanierung (Asbest/Schimmel) – Black and white photo of an asbestos hazard warning sign on a fence.
Foto: Sonny Sixteen / Pexels

Besonderheiten in Frankfurt am Main

Nachkriegsbausubstanz als Hauptrisikoquelle

Frankfurt am Main wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und in den 1950er bis 1980er Jahren intensiv wiederaufgebaut. Genau in diesem Zeitraum wurden asbesthaltige Baustoffe massenhaft eingesetzt: Spritzasbest als Brandschutz in Hochhäusern, Asbestzement-Fassadenplatten, asbesthaltige Bodenbeläge und Klebstoffe sowie Rohrisolierungen in Kellergeschossen. Besonders betroffen sind Stadtteile wie Sachsenhausen, Bornheim, Nordend, Gallus und Bockenheim, wo der Gründerzeitbestand mit Nachkriegsergänzungen gemischt ist.

Hochhäuser und das Bankenviertel

Im Frankfurter Bankenviertel und in den umliegenden Wohnhochhäusern (z. B. in Niederrad, Griesheim oder dem Europaviertel) stellt die Schadstoffsanierung besondere logistische Anforderungen: Aufzüge müssen für den Materialtransport gesperrt werden, Nachbarwohnungen müssen geschützt werden, und die Unterdruckhaltung in offenen Grundrissen ist technisch anspruchsvoller. Das treibt die Kosten in Frankfurt gegenüber dem Bundesdurchschnitt um 20–35 % nach oben.

Mainhochwasser und Schimmelrisiko

Frankfurt liegt am Main, und Hochwasserereignisse sind keine Seltenheit. Keller und Erdgeschosse in Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim sind regelmäßig von Wassereintritt betroffen. Feuchtigkeit, die nicht vollständig getrocknet wird, führt innerhalb von 24–48 Stunden zu Schimmelwachstum. Eigentümer in hochwassergefährdeten Lagen sollten präventiv in Abdichtungsmaßnahmen investieren und nach jedem Hochwasserereignis eine professionelle Feuchtemessung durchführen lassen.

Hessische Bauordnung und behördliche Anforderungen

In Hessen gilt die HBO (Hessische Bauordnung) in Verbindung mit den bundesweiten TRGS-Regelwerken. Das Regierungspräsidium Darmstadt ist zuständige Behörde für die Anzeige von Asbestarbeiten. Besonderheit in Frankfurt: Bei Arbeiten in denkmalgeschützten Gebäuden (z. B. in der Altstadt oder im Westend) ist zusätzlich das Denkmalschutzamt einzubeziehen, was die Planungszeit um 2–4 Wochen verlängern kann.

Preisniveau im Vergleich

Frankfurt gehört neben München und Hamburg zu den teuersten Standorten für Schadstoffsanierungen in Deutschland. Der Hauptgrund: Spezialisierte Fachbetriebe sind stark ausgelastet, Wartezeiten von 4–8 Wochen sind üblich. Wer flexibel ist und Projekte bündelt – etwa über Plattformen wie byndl.de, die mehrere Aufträge in einem Stadtteil zusammenfassen – kann trotz des hohen Preisniveaus 10–15 % einsparen.

💡
Früh planen in Frankfurt: Zertifizierte Schadstoffsanierer in Frankfurt sind oft 6–10 Wochen im Voraus ausgebucht. Beauftragen Sie das Gutachten und die Ausschreibung so früh wie möglich – idealerweise bevor Sie mit anderen Gewerken planen.

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Häufige Fragen zur Schadstoffsanierung (Asbest/Schimmel) in Frankfurt am Main

Gebäude, die zwischen 1950 und 1990 errichtet oder saniert wurden, haben ein erhöhtes Asbestrisiko. Typische Fundorte sind Bodenbelagsklebstoffe, Fassadenplatten, Rohrisolierungen und Spachtelmassen. Nur eine Laboranalyse durch einen zertifizierten Sachverständigen kann Sicherheit geben – eine Sichtprüfung reicht nicht aus.
Als Vermieter sind Sie grundsätzlich verpflichtet, die Wohnung in einem mangelfreien Zustand zu erhalten. Schimmel- oder Asbestschäden, die nicht auf das Verhalten des Mieters zurückzuführen sind, müssen Sie als Vermieter auf eigene Kosten beseitigen. Bei Schimmel durch falsches Lüften des Mieters kann die Kostenfrage komplizierter sein – hier empfiehlt sich rechtliche Beratung.
Für eine kombinierte Asbest- und Schimmelsanierung in einer Wohnung sollten Sie in Frankfurt mit 3 Wochen rechnen – inklusive Gutachten, Behördenanzeige, Sanierung und Trocknung. Hinzu kommen oft 4–8 Wochen Wartezeit, bis ein zertifizierter Betrieb verfügbar ist. Planen Sie daher frühzeitig.
Zuständige Behörde für die Anzeige von Asbestarbeiten in Frankfurt am Main ist das Regierungspräsidium Darmstadt, Dezernat Arbeitsschutz. Die Anzeige muss mindestens 7 Werktage vor Beginn der Arbeiten eingehen. Ihr Sanierungsunternehmen übernimmt diese Anzeige in der Regel für Sie.
Gebäude- und Hausratversicherungen übernehmen Schimmelsanierungskosten nur, wenn ein versichertes Ereignis (z. B. Leitungswasserschaden) die Ursache ist. Schimmel durch Bauschäden, Wärmebrücken oder falsches Lüften ist in der Regel nicht versichert. Melden Sie Wasserschäden sofort und dokumentieren Sie alles fotografisch, bevor Sie mit der Sanierung beginnen.